Discussion:
K.H.Scheer - oder warum verschwindet Literatur
(zu alt für eine Antwort)
Harald Maedl
2003-07-31 23:40:48 UTC
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Hallo zusammen,

ich suche seit geraumer Zeit Bände von K.H.Scheer aus ZBV-Reihe. Es
sind im wesentlichen einfach gestrickte Geschichten. Die Story beginnt
auf der Erde beim Geheimdienst, wobei der Held dann zum Mars gelangt,
außerirdische Technologie entdeckt und diese dann auch zu Nutzen
vermag. Das Besondere ist, daß der Geheimdienst ein besonderes
Erkennungszeichen, eine Art fälschungssichere Marke, hat. (So ähnlich
wie im Lensmen-Zyklus, wobei Smith diese Idee wohl gnadenlos
abgekupfert hat.)
Nun ja, diese Scheer-Reihe ist mir bei unzähligen Umzügen irgenwie
abhanden gekommen, und ich habe sie als Kind geradezu verschlungen.
Kennt zufälligerweise jemand diese Reihe und weiß, wo man die noch
bekommen kann?
Ich habe schon in unzähligen Antiquariaten nachgefragt, bisher ohne
Erfolg.

Warum werden eigentlich diese alten Schmöker nicht wieder aufgelegt?
Viele gute Sci-Fi, die ich mir früher mangels Geld in der Stadtbib
augeliehen habe, sind heute nicht mehr im Handel erhältlich, die Bibs
haben sie meistens schon rausgeworfen, weil sie unleserlich waren.
Hier findet imo unbeachtet Vernichtung von Kulturgut statt (ja, auch
SciFi zählt auch dazu).
In Anbetracht der reichlich dünngesäten Neuerscheinungen, die auch noch
lesenwert sind, würden ich eine Neuauflage alter Autoren durchaus
begrüßen.

Grüße
Harald, heute zum ersten Mal in d.r.sf.m
Daniel Marcel Eichler
2003-08-01 00:20:13 UTC
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Nihao
Post by Harald Maedl
ich suche seit geraumer Zeit Bände von K.H.Scheer aus ZBV-Reihe. Es
Kurz mal ZBV bei Google eingegeben:
http://www.transgalaxis.de/cgi-bin/shop/rubrik?category=ZBV&user=eoxuibqpea

Schaut interessant aus ;)
Post by Harald Maedl
Ich habe schon in unzähligen Antiquariaten nachgefragt, bisher ohne
Erfolg.
Ebay? Ansonsten mal schauen ob sie als Ebook existieren, sofern du
keinen Kommerziellen Vertrieb findest ;)
Post by Harald Maedl
In Anbetracht der reichlich dünngesäten Neuerscheinungen, die auch noch
lesenwert sind, würden ich eine Neuauflage alter Autoren durchaus
begrüßen.
Wer kauft schon altes wenn er Neues nicht mal kauft?


mfg

Daniel
--
Alzheimer ist doch toll: Jeden Tag lernt man neue Leute kennen...
Ronald Hoppe
2003-08-01 06:28:57 UTC
Permalink
Post by Harald Maedl
ich suche seit geraumer Zeit Bände von K.H.Scheer aus ZBV-Reihe.
wenn Du dann mal bitte hier schauen möchtest:
http://www.hjb-shop.de/sf/zbv.html

Gruß Ronni

--
www.alien-contact.de
Das Magazin für Science Fiction und Fantasy
Oliver Naujoks
2003-08-01 08:57:00 UTC
Permalink
Hi,
So einfach kann das Leben sein. Vielen Dank für die Tips. Ich wußte gar
nicht, daß es so viele Spezialverlage gibt. In meiner
Vorzugsbuchhandlung bin mit meinen Wünschen lediglich auf Unverständnis
gestoßen.
Von _dem_ Thema haben Buchhandlungen schon per definitionem keine
Ahnung.

Einfach mal im Internet stöbern...

Alles Gute,

--Oliver
Dirk van den Boom
2003-08-01 08:48:06 UTC
Permalink
So einfach kann das Leben sein. Vielen Dank für die Tips. Ich wußte gar
nicht, daß es so viele Spezialverlage gibt. In meiner
Vorzugsbuchhandlung bin mit meinen Wünschen lediglich auf Unverständnis
gestoßen. Motto: was will der, Sci-Fi Schundheftchen asu den 60'igern?
Die sind meist bei den Barsortimentern nicht so präsent.
Ach bitte: Benutze dieses unerträgliche Kürzel "Sci-Fi" in dieser
Newsgroup nicht. Das ist was für "Andromedar" oder "Star Depp"-Fans.
Heiko Schlenker
2003-08-01 09:22:19 UTC
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Post by Harald Maedl
Nun ja, diese Scheer-Reihe ist mir bei unzähligen Umzügen irgenwie
abhanden gekommen, und ich habe sie als Kind geradezu verschlungen.
Behandle das als Kindheitserinnerung. Habe ich mit Perry Rhodan auch
gemacht. Oder möchtest Du als Erwachsener immer noch dasselbe lesen
wie zu Zeiten Deiner Kindheit? :->
Post by Harald Maedl
Warum werden eigentlich diese alten Schmöker nicht wieder
aufgelegt?
Die Zeiten der Handgranaten-Herberts sind vorbei.

Gruß, Heiko
Dirk van den Boom
2003-08-01 09:54:17 UTC
Permalink
Post by Heiko Schlenker
Die Zeiten der Handgranaten-Herberts sind vorbei.
Wie kommst Du denn auf diese Idee??
Scheer hat nix anderes als Military SF geschrieben.
Und die verkauft sich offenbar immer noch recht gut.
Dirk van den Boom
2003-08-01 11:49:53 UTC
Permalink
Military-SF ist nicht gleich Military-SF. Da hat sich imho über
die Jahrzehnte durchaus Einiges geändert. Beispielsweise sind
heute die Feindbilder recht häufig etwas weniger eindeutig; man
könnte auch sagen differenzierter. Militärisches Vorgehen wird
seltener vordergründig als Abenteuer verkauft (So etwas macht
heutzutage eher CNN ... ;-)).
Quark. Nein, im Ernst, es hat immer verschiedene Formen von Military-SF
gegeben, schlechtere und bessere. Selbst Scheer hat keine dumpfe
Kriegspropaganda geschrieben, er war aufgrund seiner eigenen
Kriegserfahrungen gar nicht prädestiniert dafür. Aber das, was z. B. in
den ZBV-Romanen abgeht, geht heute auch noch ab, daran hat sich nichts
geändert.
Rein technisch wird militärische Vorgehen mehr mit den neuen
Möglichkeiten und dem veränderten Handlungsumfeld verbunden.
Wenn ich mich an meine Lektüreausflüge in Richtung ZBV richtig
erinnere, sind die Knilche da allen doch Ernstes durch's All
getigert wie anno Adolf, nur mit Raum- statt mit Stahlhelm.
Nein, es war schon um einiges differenzierter. Das ZBV-Team war auch
keine reguläre militärische Einheit, es waren mehr Agentenromane,
weniger klassische Schlachtengemälde.
Ob sich Military-SF der 60er und 70er Jahre heute noch ohne
Nostalgie-Bonus für die breite Masse der SF-Leser eignet, wage
ich zu bezweifeln. Die Rezeption scheint mir irgendwie an das
weltpolitische Klima geknüpft zu sein, und das ändert sich
seit den späten 80ern, bzw. den frühen 90ern im Jahresrhythmus.
Nein. Die möglichst spannende Schilderung von militärischen
Auseinandersetzungen in möglichst exotischen Gegenden mit starken und
gleichzeitig hassenswerten Gegnern funktioniert _immer_.
Martin Hoyer
2003-08-01 12:49:37 UTC
Permalink
Post by Dirk van den Boom
Quark. Nein, im Ernst, es hat immer verschiedene Formen von
Military-SF gegeben, schlechtere und bessere.
Slebstverständlich. Nichtsdetotrotz gibt es Unterschiede zwischen
heutiger und damaliger Military-SF.
Post by Dirk van den Boom
Selbst Scheer hat keine dumpfe Kriegspropaganda geschrieben
Das hat auch niemand behauptet. Ich habe vielleicht anderthalb
Romane gelesen, aber auch wenn ich weder begeistert war noch
mich sonderlich daran erinnern kann, hätte ich es sicher nach
wenigen Seiten beiseite gelegt, hätte ich eine Art "SF-Landser"
vor mir gehabt. War es aber nicht. Nur ziemlich retro und
stellenweise etwas naiv.
Post by Dirk van den Boom
Aber das, was z.B. in den ZBV-Romanen abgeht, geht heute auch
noch ab, daran hat sich nichts geändert.
Ich bin sicher, hätte ich jetzt einen ZBV-Roman zur Hand, könnte
ich Dir nach kurzem Blättern mehrere Anachronismen aufzeigen,
selbst wenn ich mich auf Wehrtechnik und -taktik der heutigen
Zeit beschränke. Und das, ohne in dem Gebiet mehr als ein
informierter Laie zu sein.
Post by Dirk van den Boom
Nein, es war schon um einiges differenzierter. Das ZBV-Team
war auch keine reguläre militärische Einheit, es waren mehr
Agentenromane, weniger klassische Schlachtengemälde.
Das Umfeld war nichtsdestrotrotz militärisch. Wenn man bedenkt,
daß das Agentengeschäft heute in den Händen von zivilen Kräften
und dabei überwiegend "Freischaffenden" liegt, hast Du schon den
ersten maßgeblichen Unterschied. Die damalige Military-SF spielte
in geordneten Räumen, wo selten mehr als zwei große Machtblöcke
gegeneinander standen, und alles geordnet war. Heute hat man
mehr oder weniger "wilde" Räume, wo Jeder gegen Jeden antritt
oder sich gegen Dritte verbündet, nur um die Konstellation bei
der nächstbesten Gelegenheit zu kippen.
Post by Dirk van den Boom
Nein. Die möglichst spannende Schilderung von militärischen
Auseinandersetzungen in möglichst exotischen Gegenden mit
starken und gleichzeitig hassenswerten Gegnern funktioniert
_immer_.
Ich habe in den letzten Jahren von keinen hassenswerten Gegnern
gelesen. Zumeist wird doch eher der Kampf zwischen positiven und
weniger positiv konnotierten Mächten geschildert, wobei es auf
allen Seiten beeindruckende Charaktere und zumeist keinen echten
Sieger gibt.

Anderseits mag diese Differenz daran liegen, daß wir - soweit
machbar - bereits im Vorab selektieren, was für Military-SF wir
lesen. Findest Du nicht auch, Dirk? Wenn schon der Klappentext
nach Schwarzweißmalerei und Lasershow riecht, greife ich lieber
zu einer Space Opera und schaue mir im Anschluß "Die Brücke von
Remagen" an. Die Eindrücke sortieren sich dann schon. ;-)

Grüße,
Martin
Dirk van den Boom
2003-08-01 14:48:00 UTC
Permalink
Post by Martin Hoyer
Ich habe in den letzten Jahren von keinen hassenswerten Gegnern
gelesen.
Ich reichlich. Lies mal "Shiva Option" von Weber & White.
Post by Martin Hoyer
Zumeist wird doch eher der Kampf zwischen positiven und
weniger positiv konnotierten Mächten geschildert, wobei es auf
allen Seiten beeindruckende Charaktere und zumeist keinen echten
Sieger gibt.
Komisch, dann lese ich wohl gänzlich andere Bücher. In den meisten
Military-SF-Büchern, die ich aktuell lese - etwa die "Starfist"-Romane -
ist am Ende immer der Böse tot. Sehr tot.
Post by Martin Hoyer
Anderseits mag diese Differenz daran liegen, daß wir - soweit
machbar - bereits im Vorab selektieren, was für Military-SF wir
lesen. Findest Du nicht auch, Dirk? Wenn schon der Klappentext
nach Schwarzweißmalerei und Lasershow riecht, greife ich lieber
zu einer Space Opera und schaue mir im Anschluß "Die Brücke von
Remagen" an. Die Eindrücke sortieren sich dann schon. ;-)
Möglich.
Andre Ilausky
2003-08-03 07:25:13 UTC
Permalink
Post by Dirk van den Boom
Post by Martin Hoyer
Ich habe in den letzten Jahren von keinen hassenswerten Gegnern
gelesen.
Ich reichlich. Lies mal "Shiva Option" von Weber & White.
Die sind ja fast schon wieder zu "fies" um sie wirklich "hassen" zu können.
Zumal es in der Serie vorher schonmal einen Gegner gab, den man <rot13>
ibyyfgäaqvt nhfyöfpura zhffgr </>.
Andre Ilausky
2003-08-03 09:41:29 UTC
Permalink
Post by Andre Ilausky
Die sind ja fast schon wieder zu "fies" um sie wirklich "hassen" zu können.
Aber doch, sie sind richtig eklich.
Minispoiler:

Sie haben halt hunger <eg>
Post by Andre Ilausky
Zumal es in der Serie vorher schonmal einen Gegner gab, den man <rot13>
ibyyfgäaqvt nhfyöfpura zhffgr </>.
Wahr. Aber der war ja eher menschlich, wenngleich "irregeleitet".
Hmmm, mir fällt es ja regelmässig leichter Menschen in Büchern zu "hassen",
als die bösen Aliens.
Dirk van den Boom
2003-08-03 12:38:11 UTC
Permalink
Post by Andre Ilausky
Hmmm, mir fällt es ja regelmässig leichter Menschen in Büchern zu "hassen",
als die bösen Aliens.
Sobald die Aliens anfangen, kleine Kinder zu fressen, ist für mich die
Motivationsbildung zur Freund-Feind-Erkennung ausreichend. Danach muss
es nur noch krachen.
Till Westermayer
2003-08-03 13:08:00 UTC
Permalink
Post by Dirk van den Boom
Post by Andre Ilausky
Hmmm, mir fällt es ja regelmässig leichter Menschen in Büchern
zu "hassen", als die bösen Aliens.
Sobald die Aliens anfangen, kleine Kinder zu fressen, ist für mich
die Motivationsbildung zur Freund-Feind-Erkennung ausreichend.
Danach muss es nur noch krachen.
Es fehlt also noch das Buch, in dem Menschen kleine süße Alienkinder
fressen.

Gruss, Till
--
. "[...] der förmliche Rausch, in den die Triumphe von Telegraphie und
. Telephonie die Menschen versetzt haben, läßt sie oft übersehen, daß es
. doch wohl auf den Wert dessen ankommt, was man mitzuteilen hat, [...]"
Till We *) Georg Simmel, Philosophie des Geldes, 1920, S. 548
Andre Ilausky
2003-08-03 15:04:39 UTC
Permalink
Post by Till Westermayer
Es fehlt also noch das Buch, in dem Menschen kleine süße Alienkinder
fressen.
Zählt 'Futurma'?

<http://www.epguides.de/futurama.htm>
| 27. My Problem With Popplers 07.05.00
| 27. Kennen Sie Popplers? 19.03.01 1,76 Mio 5,9%
| Wdh. 1:30 Uhr 0,16 Mio 7,6%
|
|Nachdem die Lebensmittelvorräte auf dem Raumschiff des Professors zur
|Neige gehen, landet man auf einem Planeten, wo es eine leckere Speise
|gibt: Popplers, so zumindest nennen die Freunde diese Mahlzeit. Zurück
|auf der Erde, wird Popplers in kürzester Zeit zum Verkaufsschlager.
|Doch bald schon stellt sich heraus, dass Popplers aus kleinen Lebewesen
|besteht, und zwar aus den Jungen der Omicronier. Diese sind bald zur Stelle
|und verlangen einen Ausgleich für ihre Jungen...
Christian Schröder
2003-08-06 12:56:52 UTC
Permalink
Post by Andre Ilausky
Post by Till Westermayer
Es fehlt also noch das Buch, in dem Menschen kleine süße Alienkinder
fressen.
Zählt 'Futurma'?
<http://www.epguides.de/futurama.htm>
| 27. My Problem With Popplers 07.05.00
| 27. Kennen Sie Popplers? 19.03.01 1,76 Mio 5,9%
| Wdh. 1:30 Uhr 0,16 Mio 7,6%
|
|Nachdem die Lebensmittelvorräte auf dem Raumschiff des Professors zur
|Neige gehen, landet man auf einem Planeten, wo es eine leckere Speise
|gibt: Popplers, so zumindest nennen die Freunde diese Mahlzeit. Zurück
|auf der Erde, wird Popplers in kürzester Zeit zum Verkaufsschlager.
|Doch bald schon stellt sich heraus, dass Popplers aus kleinen Lebewesen
|besteht, und zwar aus den Jungen der Omicronier. Diese sind bald zur Stelle
|und verlangen einen Ausgleich für ihre Jungen...
Ahh isch lieeebe Fütüramaah!

Voll geil!
Marco Cavet
2003-08-04 09:32:11 UTC
Permalink
Till Westermayer <***@tillwe.de> wrote:
: [03.08.03: ***@aol.com]
:
:>> Hmmm, mir fällt es ja regelmässig leichter Menschen in Büchern
:>> zu "hassen", als die bösen Aliens.
:
:>Sobald die Aliens anfangen, kleine Kinder zu fressen, ist für mich
:>die Motivationsbildung zur Freund-Feind-Erkennung ausreichend.
:>Danach muss es nur noch krachen.
:
: Es fehlt also noch das Buch, in dem Menschen kleine süße Alienkinder
: fressen.

Gibt es massenhaft.
Steht allerdings nicht in der SF Ecke und nennt sich
irrefuehrenderweise "Chinesisches Kochbuch".

marco
--
_Credo quia absurdum est._
email: ***@Cavet.de
web: http://www.cavet.de/
Anton Kratz
2003-08-04 13:43:13 UTC
Permalink
Post by Marco Cavet
: Es fehlt also noch das Buch, in dem Menschen kleine süße Alienkinder
: fressen.
Gibt es massenhaft.
Steht allerdings nicht in der SF Ecke und nennt sich
irrefuehrenderweise "Chinesisches Kochbuch".
Marco hat es geschafft, das duemmste Posting im gesamten Thread.

Anton
Andre Ilausky
2003-08-03 15:04:38 UTC
Permalink
Post by Dirk van den Boom
Post by Andre Ilausky
Hmmm, mir fällt es ja regelmässig leichter Menschen in Büchern zu "hassen",
als die bösen Aliens.
Sobald die Aliens anfangen, kleine Kinder zu fressen, ist für mich die
Motivationsbildung zur Freund-Feind-Erkennung ausreichend. Danach muss
es nur noch krachen.
Durchaus, aber wenn beispielsweise (menschliche) religiöse Fanatiker eine
Schule/Kindergarten "angreifen" wie in Webers 'Flag in Exile' ('Im Exil')
ist das noch einen Zacken schärfer, IMHO, zumal es dort nunmal gewisse
Parallelen mit der Wirklichkeit gibt (der Anschlag in Oklahoma City
beispielsweise).
Dirk van den Boom
2003-08-03 15:41:27 UTC
Permalink
Post by Andre Ilausky
Durchaus, aber wenn beispielsweise (menschliche) religiöse Fanatiker eine
Schule/Kindergarten "angreifen" wie in Webers 'Flag in Exile' ('Im Exil')
ist das noch einen Zacken schärfer, IMHO, zumal es dort nunmal gewisse
Parallelen mit der Wirklichkeit gibt (der Anschlag in Oklahoma City
beispielsweise).
Stimmt.
Fassen wir zusammen: Es gibt genug Military-SF mit klaren Feindbildern,
und die Träger dieser Feindbilder sind am Ende tot.
Wie es sich gehört.
Andre Ilausky
2003-08-03 17:09:37 UTC
Permalink
Post by Dirk van den Boom
Stimmt.
Fassen wir zusammen: Es gibt genug Military-SF mit klaren Feindbildern,
und die Träger dieser Feindbilder sind am Ende tot.
Wie es sich gehört.
"Tot" meint im 'Starfire'-Universum aber oft Genozid, ich weiss nicht, ob
das so toll ist... Sicher, ein Gegner der das Konzept der friedliche
Koexistenz (einfach) nicht kennt und deine Leute für/als, äh,
"breeding-stock" hält, dennoch...
"Never let your sense of morals get in the way of doing what's right."
(Isaac Asimov)?!
Christian Weisgerber
2003-08-04 13:56:43 UTC
Permalink
Post by Andre Ilausky
"Tot" meint im 'Starfire'-Universum aber oft Genozid, ich weiss nicht, ob
das so toll ist... Sicher, ein Gegner der das Konzept der friedliche
Koexistenz (einfach) nicht kennt und deine Leute für/als, äh,
"breeding-stock" hält, dennoch...
"Never let your sense of morals get in the way of doing what's right."
(Isaac Asimov)?!
Das erinnert mich an die _Art_ (the Race) aus S. Andrew Swanns
_Moreau_-Romanen. Die _Art_ ist der Menschheit ein Stück voraus und
fühlt sich bedroht, als letztere erste Ansätze interstellarer
Raumfahrt zeigt. Allerdings verbietet ihre Moral der _Art_ ein
direktes militärisches Eingreifen. Stattdessen schickt man Agenten,
die die Erde in einen wirtschaftlichen und politischen Kollaps
steuern sollen, was beinahe gelingt. Beinahe.

In _Hostile Takeover_, das ein paar hundert Jahre später im selben
Universum spielt, erfahren wir beiläufig, dass die _Art_ inzwischen
ausgelöscht ist. Auf Seite der Menschen war man von der anhaltenden
Einmischung wenig angetan und hat, als man den entsprechenden
technischen Stand erreicht hat, frei von vergleichbaren Skrupeln,
ein paar Kriegsschiffe zum Heimatsystem der _Art_ geschickt, die
das Problem auf direkte Weise endgelöst haben.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Heiko Schlenker
2003-08-01 12:55:13 UTC
Permalink
Post by Dirk van den Boom
Scheer hat nix anderes als Military SF geschrieben.
Nö, militaristische SF, sprich, "Landser im Weltraum".

Gruß, Heiko
Dirk van den Boom
2003-08-01 14:48:32 UTC
Permalink
Post by Heiko Schlenker
Post by Dirk van den Boom
Scheer hat nix anderes als Military SF geschrieben.
Nö, militaristische SF, sprich, "Landser im Weltraum".
[ ] Du kennst Scheer.
[X] Lies nochmal nach.
Dirk van den Boom
2003-08-02 05:44:39 UTC
Permalink
Äh, ich habe einiges von Scheers Zeug gelesen. Gut, ist inzwischen
über 20 Jahre her. Ich habe heute Besseres in meiner Freizeit zu
tun, als mir militaristische SF anzutun.
q.e.d.
Rudolf Thiess
2003-08-04 06:36:36 UTC
Permalink
Post by Dirk van den Boom
Post by Heiko Schlenker
Nö, militaristische SF, sprich, "Landser im Weltraum".
[ ] Du kennst Scheer.
[X] Lies nochmal nach.
Äh, ich habe einiges von Scheers Zeug gelesen. Gut, ist inzwischen
über 20 Jahre her. Ich habe heute Besseres in meiner Freizeit zu
tun, als mir militaristische SF anzutun.
Wie zum Beispiel etwas unglueckliche Vergleiche ueber Autoren
anzustellen, deren actionorientierte Helden das Pech hatten, in
einer Zeit kreiiert zu werden, die vom 2. Weltktieg und dem kalten
Krieg der 60er gespraegt war?

Ich mag Scheer ja nicht wirklich verteidigen. Als ich mich vor
viel zu vielen Jahren der magischen 20 genaehert habe, sind mir weit
mehr die Dinge in seinen Romanen aufgefallen, die mir _nicht_
gefallen haben, als die, die ich mochte. "Blumenkind" war er
sicher keines, aber in das rechte Eck, in das manche Stellungnahmen
in diesem Thread [*] ihn draengen wollen, gehoert er sicher nicht
hinein.


Rudolf

[*] damit meine ich nicht diese Deine harmlose Bemerkung.
Olaf Kaluza
2003-08-01 18:24:27 UTC
Permalink
Wenn ich mich an meine Lektüreausflüge in Richtung ZBV richtig
erinnere, sind die Knilche da allen doch Ernstes durch's All
getigert wie anno Adolf, nur mit Raum- statt mit Stahlhelm.
Du erinnerst dich falsch. Da gibt es viel viel schlimmeres.

Ich hab z.B vor ein paar Jahren mal ein Sammelband mit den
Orionbuechern abgegriffen da wird dir schwindlig so schlecht sind die.
Ob sich Military-SF der 60er und 70er Jahre heute noch ohne
Nostalgie-Bonus für die breite Masse der SF-Leser eignet, wage
ich zu bezweifeln. Die Rezeption scheint mir irgendwie an das
Hast du dir schonmal angeschaut was fuer einen Stumpfsinn sich die
breite Masse im Kino anschaut? (Terminator3, Hulk, usw.) Die wuerden
den Unterschied nichtmal bemerken.

Der einzige Punkt der mir an aelteren SF heutzutage immer negativ
aufstoesst ist das Frauenbild. Das ist ziemlich deutlich ueberaltert
und stoert.

Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
Martin Hoyer
2003-08-01 19:07:24 UTC
Permalink
Post by Olaf Kaluza
Ob sich Military-SF der 60er und 70er Jahre heute noch ohne
Nostalgie-Bonus für die breite Masse der SF-Leser eignet, wage
ich zu bezweifeln. Die Rezeption scheint mir irgendwie an das
Hast du dir schonmal angeschaut was fuer einen Stumpfsinn sich die
breite Masse im Kino anschaut? (Terminator3, Hulk, usw.) Die wuerden
den Unterschied nichtmal bemerken.
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, denke ich, daß Du inhaltlich
verallgemeinerst und mit den Medien ein wenig durcheinandergeraten
bist. Die breite Masse liest (!) meines Erachtens keine SF, weder
von damals noch von heute, und weder reaktionäre noch ambitionierte.
Post by Olaf Kaluza
Der einzige Punkt der mir an aelteren SF heutzutage immer negativ
aufstoesst ist das Frauenbild. Das ist ziemlich deutlich ueberaltert
und stoert.
Hm, ist es heute besser? Es ist sicher anders, aber deswegen auch
sinniger? Da wäre ich mir nicht sicher ...

Grüße,
Martin

--
"Nachdem auch die Sonne auf die Vergewaltigung des Raumzeitgefüges
im System optisch reagierte, war die Panik fast perfekt."
(W. A. Tavers: Sternenkrieger)
Olaf Kaluza
2003-08-01 19:45:11 UTC
Permalink
Post by Martin Hoyer
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, denke ich, daß Du inhaltlich
verallgemeinerst
Da hast du recht, ich dachte aber das ginge in Ordnung da ich mich an
dich angepasst habe.
Post by Martin Hoyer
Post by Olaf Kaluza
Der einzige Punkt der mir an aelteren SF heutzutage immer negativ
aufstoesst ist das Frauenbild. Das ist ziemlich deutlich ueberaltert
und stoert.
Hm, ist es heute besser? Es ist sicher anders, aber deswegen auch
sinniger? Da wäre ich mir nicht sicher ...
Definiere mal 'gut' und wir reden darueber. :-)

Aber sagen wir mal so, es kommen heutzutage immerhin schonmal Frauen
vor und sie sind auch oft wichtiger als ein Moebelstueck. Das war doch
frueher in der Regel anders. Ausnahmen in beiden Richtungen gab und
gibt es natuerlich immer.

Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
Olaf Kaluza
2003-08-01 18:19:30 UTC
Permalink
Post by Dirk van den Boom
Scheer hat nix anderes als Military SF geschrieben.
Und die verkauft sich offenbar immer noch recht gut.
Eigentlich hat es mich immer gewundert das ZBV nie verfilmt
wurde. Sollte jeden James Bond und Terminator in den Schatten stellen.

Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
Harald Maedl
2003-08-02 00:15:01 UTC
Permalink
Post by Olaf Kaluza
Post by Dirk van den Boom
Scheer hat nix anderes als Military SF geschrieben.
Und die verkauft sich offenbar immer noch recht gut.
Eigentlich hat es mich immer gewundert das ZBV nie verfilmt
wurde. Sollte jeden James Bond und Terminator in den Schatten stellen.
Och, das kommt bestimmt noch. Schließlich hat man Heinleins
Käferkrieger auch verfilmt. Besser ich hätte ihn nicht gesehen. Und
habe ich mir doch vor kurzem gedacht, daß eine Neuauflage von Orion
sicherlich ein Kassenschlager wäre. Kaum gedacht, was kommt: ein
zusammengeschnipseltes Etwas. Es lag nicht an mir!

Grüße
Harald
Christian Schröder
2003-08-06 13:06:52 UTC
Permalink
Post by Harald Maedl
Post by Olaf Kaluza
Post by Dirk van den Boom
Scheer hat nix anderes als Military SF geschrieben.
Und die verkauft sich offenbar immer noch recht gut.
Eigentlich hat es mich immer gewundert das ZBV nie verfilmt
wurde. Sollte jeden James Bond und Terminator in den Schatten stellen.
Och, das kommt bestimmt noch. Schließlich hat man Heinleins
Käferkrieger auch verfilmt. Besser ich hätte ihn nicht gesehen. Und
Ich kenne das Buch nicht, aber man kann Heinlein durchaus im Film
erkennen. Immer noch einer der besseren SF wo viel rumst und knallt.
Post by Harald Maedl
habe ich mir doch vor kurzem gedacht, daß eine Neuauflage von Orion
sicherlich ein Kassenschlager wäre. Kaum gedacht, was kommt: ein
zusammengeschnipseltes Etwas. Es lag nicht an mir!
Mir wäre ein "Raumpatroulie The Movie" neu auch lieber.
Wer weiß?
Post by Harald Maedl
Grüße
Harald
Martin Hoyer
2003-08-02 07:29:46 UTC
Permalink
Christian Weisgerber schrieb:

[Military-SF heute differenzierter]
Man könnte auch sagen zynischer und nihilistischer.
Das klingt dann aber nicht mehr so schön.
Das ist sicher richtig, sofern Du in diesem Fall "auch" nicht
synonym für "statt dessen" verwendest. ;-)

Grüße,
Martin
Oliver Naujoks
2003-08-01 12:05:27 UTC
Permalink
Hi,
Post by Heiko Schlenker
Behandle das als Kindheitserinnerung. Habe ich mit Perry Rhodan auch
gemacht. Oder möchtest Du als Erwachsener immer noch dasselbe lesen
wie zu Zeiten Deiner Kindheit? :->
Kommt ganz drauf an, was man als Kind gelesen hat. Soll ich meine
Poe-Bücher wirklich in den Müll schmeißen? Nö.
Post by Heiko Schlenker
Die Zeiten der Handgranaten-Herberts sind vorbei.
Für Dich, von mir aus.
Nicht auf dem SF-Markt.
Bitte nicht so verallgemeinern.

Alles Gute,

--Oliver
Heiko Schlenker
2003-08-01 13:00:20 UTC
Permalink
Post by Oliver Naujoks
Bitte nicht so verallgemeinern.
Ach. Könnte es sein, dass Du militärische und militaristische SF in
einen Topf schmeißt? ;-)

Militärische SF boomt seit einigen Jahren. Militaristische SF
("Landser im Weltraum") ist inzwischen meist nur noch über
Kleinverlage zu beziehen, oder?

Gruß, Heiko
Dirk van den Boom
2003-08-01 14:49:28 UTC
Permalink
Post by Heiko Schlenker
Militärische SF boomt seit einigen Jahren. Militaristische SF
("Landser im Weltraum") ist inzwischen meist nur noch über
Kleinverlage zu beziehen, oder?
Deutschsprachig?
Nicht, das ich wüsste.
Harald Maedl
2003-08-01 17:08:21 UTC
Permalink
Post by Heiko Schlenker
Post by Harald Maedl
Nun ja, diese Scheer-Reihe ist mir bei unzähligen Umzügen irgenwie
abhanden gekommen, und ich habe sie als Kind geradezu verschlungen.
Behandle das als Kindheitserinnerung. Habe ich mit Perry Rhodan auch
gemacht. Oder möchtest Du als Erwachsener immer noch dasselbe lesen
wie zu Zeiten Deiner Kindheit? :->
Naja, ein Tolkien ist schon mal drinnen oder ein Grimm, ganz zu
schweigen von Hans Dominiks Atomgewicht 500. Ein schönes Buch in
deutscher Schrift, stabilen Einband, gutem Papier, welches sich kaum
wegen entstehender Säuren zersetzt.
Du hast aber insofern nicht Unrecht, daß man sehr entäuscht sein kann,
wenn man nach langer Zeit wieder einen Schmöker in Hand nimmt, denn man
früher verschlungen hatte, und sich dann die Frage stellt, "Was, DAS
hat mir früher gefallen?" und ihn dann verschämt still und leise wieder
in die Ecke zurückstellt.
Post by Heiko Schlenker
Post by Harald Maedl
Warum werden eigentlich diese alten Schmöker nicht wieder
aufgelegt?
Die Zeiten der Handgranaten-Herberts sind vorbei.
Ja, Gott sei Dank gibt es in ZR (Zukunftsromane) Miniaturbomben, die
glich einen ganzen Planeten pulverisieren. Natürlich vom Priester
geweiht. Das ist Fortschritt.

Grüße
Harald
Christian Weisgerber
2003-08-01 17:35:41 UTC
Permalink
Post by Heiko Schlenker
Post by Harald Maedl
Warum werden eigentlich diese alten Schmöker nicht wieder
aufgelegt?
Die Zeiten der Handgranaten-Herberts sind vorbei.
Lass uns das abkürzen: Scheer ist ein Faschist und seine Leser sind
Nazis. Damit sollte der üblichen literaturkritischen Analyse Genüge
getan sein.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Harald Maedl
2003-08-01 20:03:12 UTC
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Post by Heiko Schlenker
Post by Harald Maedl
Warum werden eigentlich diese alten Schmöker nicht wieder
aufgelegt?
Die Zeiten der Handgranaten-Herberts sind vorbei.
Lass uns das abkürzen: Scheer ist ein Faschist und seine Leser sind
Nazis. Damit sollte der üblichen literaturkritischen Analyse Genüge
getan sein.
Bruhaha, Klar, und jeder, der Schreiben kann ist ein Dokumentenfälscher.

Harald
Christian Weisgerber
2003-08-04 13:19:03 UTC
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Lass uns das abkürzen: Scheer ist ein Faschist und seine Leser sind
Nazis. Damit sollte der üblichen literaturkritischen Analyse Genüge
getan sein.
Es verdirbt den Spaß, aber ich sollte vielleicht klarstellen, dass
Obiges parodistisch gemeint war. Kritiken über Scheer erschöpften
sich meiner Erinnerung nach in der Feststellung, dass seine Werke
faschistisch seien. Vielleicht war das ein 80er-Jahre Phänomen und
heute sieht die Kritik das wieder anders.

(Ich kenne Scheer nur im Rahmen von Perry Rhodan, wo ich ihn geschätzt
habe. Aber das ist auch schon lange her.)
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Olaf Kaluza
2003-08-01 18:16:17 UTC
Permalink
Post by Harald Maedl
Ich habe schon in unzähligen Antiquariaten nachgefragt, bisher ohne
Erfolg.
Duerften auch vermutlich nicht ganz billig sein. :-]
Post by Harald Maedl
Warum werden eigentlich diese alten Schmöker nicht wieder aufgelegt?
Naja, ab Band 20-25 lassen sie doch sehr nach. Und so ganz zeitgemaess
sind die irgendwie auch nicht mehr. Andererseits gibt es sicherlich
noch sehr viel schlechteres. Ausserdem endet es mit 50 sehr abrupt.
Post by Harald Maedl
In Anbetracht der reichlich dünngesäten Neuerscheinungen, die auch noch
lesenwert sind, würden ich eine Neuauflage alter Autoren durchaus
begrüßen.
Das Problem mit den duenngesaeten Neuererscheinungen liegt darin das
es dafuer schon kaum noch Leser gibt. Da kann man wohl die alten
Sachen nicht auch noch verkaufen.


Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
Christian Weisgerber
2003-08-01 20:28:01 UTC
Permalink
Post by Olaf Kaluza
Post by Harald Maedl
Warum werden eigentlich diese alten Schmöker nicht wieder aufgelegt?
Naja, ab Band 20-25 lassen sie doch sehr nach.
Apropos, wieviel von den späteren Bänden war denn jetzt von WiVo?
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Olaf Kaluza
2003-08-02 06:27:48 UTC
Permalink
Ich habe bis kurzem gar nicht gewußt, daß es so viele waren. So aus der
Erinnerung habe ich Band 2 bis 6 gelesen. Aber ehrlich gesagt, wenn ich
Ich kann mich leider nicht erinnern da ich dazu zu jung bin. (hatte
einen Vater der ein Geschaeft fuer soetwas hatte und von daher bin ich
gut ausgestattet :-)
Ich meine aber es waeren zuerst nur wenige (15?) erschienen und erst
spaeter mit einer zweiten Auflage kamen dann mehr raus. Es gab da wohl
auch irgendwelche heisse Diskussionen zwischen Autor und Verlag.
Aber mit Band 50 endet die Sache sehr abrupt, da fehlt noch mindestens
einer der nie veroeffentlich wurde.
mir die Titel so ansehe, kommt es mir vor, als ob ich keinen davon mir
Technikblabla, genau das hat mir damals, so um 1966, als Bub gut
gefallen.
Jain. Grundsaetzlich ist das sicherlich vorhanden, aber nicht mehr als
in anderen Buechern dieser Zeit und auch im vergleich zu aktuellen
Sachen nicht schlechter. Es gibt von diesem Autor ein paar Buecher die
deutlich schlimmer sind. Von daher zeigt ein allgemeines abwatschen wie
hier IMHO teilweise zu lesen, nur das jemand es nicht gelesen hat.

Ausserdem sei angemerkt das ich Scheer eher als Handwerker denn als
Kuenstler betrachten wuerde.
Das wundert mich nicht. Das Genre hat sich imo selbst demontiert. Sei
es durch Verlage, die ihre Produkte anscheinend im Bundle anbieten -
Den Eindruck habe ich eigentlich nicht. Es sind natuerlich von 1960
bis heute viele Leser in Bereichen wie Videospiele, CDs, Filme
abgewandert und es fehlen dann wohl die Auflagen.
spätestens, wenn man schnell mal in die Bücherei im Bahnhof geht, um
Schlecht sortiert mitten zwischen Fantasie und dem großen Meister Ron
getarnt als, und ich nehme jetzt das böse Wort in den Mund, Sci-Fi,
Fantasie war mal genauso boese, wurde aber irgendwann mal Mode. Und
zwar zurecht weil es da einige gute Dinge gab. Bloss mittlerweile wird
es da IMHO immer schlimmer. Es waere daher an der Zeit das SF mal
wieder mode wird. :-)
findet man mit viel Glück etwas, das nicht grottenschlecht ist, oder
sei es durch die oftmals etwas abgehobene Darstellung im Bemühen
physikalisch Denkbares an den Laien zu bringen. Der Gründe mag es viele
Du kannst durchaus noch das ein oder andere finden wenn du z.B bei
www.amazon.de dir alle SF Buecher anzeigen laesst und dir etwa
1000Buchvorstellungen durchliesst. Allerdings in Buchlaeden lohnt es
sich wohl nicht mehr sie hinzustellen.

Falls du es noch nicht kennen solltest, schau besorg dir mal
folgendes:

Honor Harrington / David Weber (vergleichbar mit Scheer)

Tripoint / Caroline J. Cherryh (besser)

Komarr / Lois McMaster Bujold (gut vergleichbar, aber besser geschrieben)

Das sind alles Zyklen wo du auch ein paar Zugreisen mit abhandeln
kannst. .-)

Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
Dirk van den Boom
2003-08-02 16:49:22 UTC
Permalink
Post by Olaf Kaluza
Honor Harrington / David Weber (vergleichbar mit Scheer)
Den Vergleich halte ich für gewagt.
Post by Olaf Kaluza
Tripoint / Caroline J. Cherryh (besser)
Komarr / Lois McMaster Bujold (gut vergleichbar, aber besser geschrieben)
Das sind alles Zyklen wo du auch ein paar Zugreisen mit abhandeln
kannst. .-)
Das wiederum ist wahr, wobei die genannten Einzeltitel Teile von Zyklen
sind.
Heiko Schlenker
2003-08-03 18:59:38 UTC
Permalink
Post by Olaf Kaluza
Honor Harrington / David Weber (vergleichbar mit Scheer)
Vergleichbar in dem Sinne, dass beide das Alphabet verwenden, um
Worte zu formen. Weber schreibt militärische SF, Scheer dagegen
schrieb militaristische.

Gruß, Heiko
Dirk van den Boom
2003-08-04 15:11:21 UTC
Permalink
Post by Heiko Schlenker
Post by Olaf Kaluza
Honor Harrington / David Weber (vergleichbar mit Scheer)
Vergleichbar in dem Sinne, dass beide das Alphabet verwenden, um
Worte zu formen. Weber schreibt militärische SF, Scheer dagegen
schrieb militaristische.
Das wird durch bloße Wiederholung auch nicht wahrer.
Hilko Meyer
2003-08-04 21:25:59 UTC
Permalink
Post by Heiko Schlenker
Post by Olaf Kaluza
Honor Harrington / David Weber (vergleichbar mit Scheer)
Vergleichbar in dem Sinne, dass beide das Alphabet verwenden, um
Worte zu formen. Weber schreibt militärische SF, Scheer dagegen
schrieb militaristische.
Was ist denn nun der Unterschied zwischen militärischer und
militaristischer SF? Macht eine Unterscheidung überhaupt Sinn?

Hilko
Harald Maedl
2003-08-04 21:55:54 UTC
Permalink
Post by Hilko Meyer
Post by Heiko Schlenker
Post by Olaf Kaluza
Honor Harrington / David Weber (vergleichbar mit Scheer)
Vergleichbar in dem Sinne, dass beide das Alphabet verwenden, um
Worte zu formen. Weber schreibt militärische SF, Scheer dagegen
schrieb militaristische.
Was ist denn nun der Unterschied zwischen militärischer und
militaristischer SF? Macht eine Unterscheidung überhaupt Sinn?
Versuch einer Beschreibung:

"militärisch" = das Militär betreffend
In SF also Beschreibungen militärischer Handlungen und des Miltärs
selbst.

"militaristisch" = eine Überbetonung des Militärischen auch in andere
Gesellschaftsbereiche hinein.
So gerne auch in Diktaturen angeordnet, z.B Gehorsam, körperliche
Fitness

Imo schreibt Scheer dann eher das Militär betreffend.

Es macht nur Sinn für "Ein-bißchen-Frieden-" und
"Soldaten-sind-Mörder"-Schreier", weil Militär grundsätzlich in deren
Augen etwas Schlechtes ist, imho.

Gruß
Harald
Rudolf Thiess
2003-08-04 09:21:09 UTC
Permalink
Post by Olaf Kaluza
Falls du es noch nicht kennen solltest, schau besorg dir mal
Honor Harrington / David Weber (vergleichbar mit Scheer)
Umpff...

Ich wuerde mir wuenschen, dass Weber sich an die Buch/Manuskriptlaengen
von Scheer ein Beispiel nimmt. ;-)

Ansonsten stehen schon gut 30 Jahre "Zeitstrom" zwischen den beiden,
in denen sich Stil, Technik, Charakterisierungen von Helden und
aehnliches
ganz schoen geaendert haben. Und die Ansprueche des Zielpublikums!

Ob Scheer wohl eine Frau zur Heldin gemacht haette?

Da wuerde ich - mit Bauchweh - eher noch Feintuchs "Seafort" mit
Scheer vergleichen.
Post by Olaf Kaluza
Tripoint / Caroline J. Cherryh (besser)
Tiefsinniger, detailierter, ausgetueftelter. Eine ganz andere Art
von SF. Wobei ich Cherryh nur sehr am Rand in das Militaer/Schlachten
Subgenre einordnen wuerde.

Aber ob ich die "Erzaehlerin" von unterhaltenden Geschichten soviel
besser einordnen wuerde als Scheer?
Post by Olaf Kaluza
Komarr / Lois McMaster Bujold (gut vergleichbar, aber besser geschrieben)
Bujold ist eine grossartige Erzaehlerin. Vielleicht nicht sonderlich
originell, aber es verdammt schwer, ihre Protagonisten _nicht_ zu
moegen. Als Schiedsrichter wuerde ich einen Autorenvergleich/Duell
Bujold-Scheer nicht gerne zulassen.
Post by Olaf Kaluza
Das sind alles Zyklen wo du auch ein paar Zugreisen mit abhandeln
kannst. .-)
Sicherlich. Aber Cherryhs Hintergrund, die Politik ihrer Romane
erfordert
schon mal ein bisschen mehr Aufmerksamkeit. Und Bujold waer mir fast
zu schade/gut, um sie als Zug/Fluglektuere abzutun.

Rudolf
Olaf Kaluza
2003-08-04 16:15:49 UTC
Permalink
Post by Rudolf Thiess
Ansonsten stehen schon gut 30 Jahre "Zeitstrom" zwischen den beiden,
in denen sich Stil, Technik, Charakterisierungen von Helden und
Ja nun, ich wollte ja eine moderne Ersatzbefriedigung anbieten...
Post by Rudolf Thiess
Ob Scheer wohl eine Frau zur Heldin gemacht haette?
..und da koennen Frauen schonmal nicht schaden. :-)

Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
Rudolf Thiess
2003-08-05 13:44:10 UTC
Permalink
Post by Olaf Kaluza
Post by Rudolf Thiess
Ansonsten stehen schon gut 30 Jahre "Zeitstrom" zwischen den beiden,
in denen sich Stil, Technik, Charakterisierungen von Helden und
Ja nun, ich wollte ja eine moderne Ersatzbefriedigung anbieten...
Gewichteheben mit den beiden aktuellsten Harrington-Buechern in je
einer Hand? ;-)

Mordgelueste an Baumkatzen ausleben?

(Damit kein Missverstaendnis aufkommt: Irgendwie, seltsamerweise,
mag ich Weber ja noch immer, hoffe aber bessere, fruehere Zeiten..)
Post by Olaf Kaluza
Post by Rudolf Thiess
Ob Scheer wohl eine Frau zur Heldin gemacht haette?
..und da koennen Frauen schonmal nicht schaden. :-)
Hmm, da oben steht "Ersatz..." Lass da bloss keine der heldischen
Frauen lesen. ;-)

Rudolf
Rudolf Thiess
2003-08-05 18:34:33 UTC
Permalink
[Honor Harrington]
Ab wann geht es denn abwärts? Ich selbst habe bis "Exil"
gelesen
Dirk ist da sicher kompetenter und kennt auch die noch nicht
übersetzten weiteren Bände.

Ich kann eine sehr subjektive Antwort anbieten: Ab 700 Seiten
TB oder 80 dag (hmm, ich gestehe, ich hab's nicht wirklich gewogen)
erkennt man als desillusionierter Langzeitleser schon, daß bereits
die äußeren Merkmale sich mit der Zielsetzung der 'spannenden
Unterhaltungslektüre' (Weber ist nun mal weder Mann noch Joyce,
noch nicht mal Grass oder Handke) mit Suchtpotenzial nicht ganz
vereinbaren lassen.

Ab der "Stolz der Flotte" würde ich den Büchern glatt vorwerfen,
mehr überflüssige als wichtige Seiten zu haben. Elendig lange
Dialoge/Monologe, viel zuviel Baumkatzen-Getue, ein väterlicher
Admiralsfreund mit Gelüsten, der zu nerven beginnt (Weber bringt
die falschen Nebenfiguren um... ;-) ); ein brutaler Schlächter
als Lektor würde der Serie verdammt gut tun.

Aber, trotzdem, ich will immer noch wissen, wie's weitergeht.
(Und als Weltdiktator die Regel aufstellen, daß Weber zu den
Autoren gehört, die nur Bücher unter 400-500 Seiten
Manuskriptlänge schreiben dürfen...)

Objektive Antwort: Lese ruhig weiter (Weber liest sich ja auch
ausnehmend schnell) und finde raus, wo Deine eigene Toleranz-
schwelle liegt.

Rudolf
Christian Pree
2003-08-05 22:39:20 UTC
Permalink
Post by Rudolf Thiess
(Damit kein Missverstaendnis aufkommt: Irgendwie,
seltsamerweise, mag ich Weber ja noch immer, hoffe aber
bessere, fruehere Zeiten..)
Ab wann geht es denn abwärts? Ich selbst habe bis "Exil"
gelesen, konnte aber bisher nur eine leichte Wiederholung von
Motiven feststellen, die aber nicht notwendigerweise Langeweile
bedingen, und würde jetzt gerne wissen, ob ich mich noch auf die
nächsten Bände freuen sollte?
Die Bände werden immer länger, und es wird tendenziell immer mehr vom
selben. Die Bücher sind nach wie vor nicht schlecht, aber irgendwie weiß
man schon, was kommt, und muß sich zunehmend durch Füllstoff
durchkämpfen, bis HH wieder einmal als strahlende Siegerin dasteht (oder
sich nach Verlust eines weiteren Körperteils und trotzdem Siegerin
pflegen läßt).

Vielleicht kommt ja mit dem nächsten Band eine neue Entwicklung, nachdem
zuletzt doch der Handlungsbogen weitgehend abgeschlossen war.

Lies einfach weiter, solange es Dich freut. :-)


Christian
--
Archiv von alt.culture.austrian: http://www.chpr.at/aca.html
Bibliographie deutschspr. SF: http://www.chpr.at/sfstory.html
Du weißt, du hast es geschafft, wenn deine Floskeln weltweit benutzt
werden. Dieter Brügmann in de.talk.bizarre, 08.01.99
Michael Kirchner
2003-08-06 10:54:39 UTC
Permalink
Hi Christian,
Post by Christian Pree
Lies einfach weiter, solange es Dich freut. :-)
So gesehen war es sowieso eine akdemische Frage, da ich das nach
bisheriger Erfahrung eh nicht schaffe. (Damit meine ich nicht
das Lesen, sondern das Aufhören, wenn es nicht mehr freut.)


Gruß,
--
Michael Thomas Kirchner
Andre Ilausky
2003-08-06 12:53:07 UTC
Permalink
Ab wann geht es denn abwärts? Ich selbst habe bis "Exil"
gelesen, konnte aber bisher nur eine leichte Wiederholung von
Motiven feststellen, die aber nicht notwendigerweise Langeweile
bedingen, und würde jetzt gerne wissen, ob ich mich noch auf die
nächsten Bände freuen sollte?
So richtig schlecht wird es nie(, bei amazon hat allerdings, für mich ein
wenig überraschend, der letzte Band die schlechteste Bewertung der Serie
bekommen [*]), aber die Bände werden immer länger, was leider nicht
besonders vorteilhaft ist.
Die einzelnen 'Harringtons' laufen nunmal, wie viele andere Serien auch, in
neun von zehn Fällen im Prinzip ziemlich gleich ab (Nunja, im Prinzip läuft
es sogar so ab wie Foresters 'Hornblower').
Wie gut man einen Band findet, hängt stark davon ab, wie man die für einen
selbst frustrierenden Abschnitte behandelt, IMHO. Manchmal liest man drei
Worte eines Kapitels und weiss einfach, dass das nix wird (treecat-blahbla,
Honor und Hamish beim Abendessen, die Planung für die 42. Intrige gegen
Honor, belangloses Monologe etc).

[*]
<http://www.amazon.com/exec/obidos/tg/stores/series/-/801/hardcover/ref=ref=pd_sim_series/102-6563376-5081746>
Dirk van den Boom
2003-08-06 16:16:09 UTC
Permalink
Ab wann geht es denn abwärts? Ich selbst habe bis "Exil"
gelesen, konnte aber bisher nur eine leichte Wiederholung von
Motiven feststellen, die aber nicht notwendigerweise Langeweile
bedingen, und würde jetzt gerne wissen, ob ich mich noch auf die
nächsten Bände freuen sollte?
Meiner Ansicht nach geht es nach "Flag in Exile" abwärts, mit dem
letzten Band dann wieder leicht aufwärts.
Ingo Siekmann
2003-08-01 22:26:03 UTC
Permalink
Post by Harald Maedl
Hallo zusammen,
ich suche seit geraumer Zeit Bände von K.H.Scheer aus ZBV-Reihe.
-snip
Post by Harald Maedl
Warum werden eigentlich diese alten Schmöker nicht wieder aufgelegt?
Kurz und brutal: Weil man sich diesen grottenschlechten Mist nur unter
Schmerzen antun kann. Ein im Prinzip interessanter Mischmasch
(Zeitreisende Geheimagenten schlagen sich u.a. im alten Atlantis mit
Marsianern herum), der durch einen lausigen Stil, dämlichen Technobabbel
und die Allmachtsfantasien des Autors aber total verhunzt wurde.
Post by Harald Maedl
Viele gute Sci-Fi, die ich mir früher mangels Geld in der Stadtbib
augeliehen habe, sind heute nicht mehr im Handel erhältlich,
Gute Science Fiction (und niemals SciFi!) und ZBV sollten nicht im
selben Satz erwähnt werden.
Post by Harald Maedl
die Bibs haben sie meistens schon rausgeworfen, weil sie unleserlich waren.
Unleserlich von der Qualität des Papiers oder des Textes her? :-)
Post by Harald Maedl
Hier findet imo unbeachtet Vernichtung von Kulturgut statt (ja, auch
SciFi zählt auch dazu).
In Anbetracht der reichlich dünngesäten Neuerscheinungen, die auch noch
lesenwert sind, würden ich eine Neuauflage alter Autoren durchaus
begrüßen.
IMO sollte man sich lieber um den Erhalt alter Telefonbücher sorgen. :-)
Und dann doch lieber ein paar neue Talente fördern, als den alten Mist
noch mal aufzuwärmen.
Warum eigentlich wird jeder alte Schrott irgendwann mal aus
nostalgischen Gründen zum "Kult" erklärt, auch wenn man beim ersten Mal
begriffen hat, das es das Papier/das Zelluloid nicht wert ist?
Bestes Beispiel dafür war der Ed Wood Boom vor ein paar Jahren, als man
die Machwerke eines unfähigen Dilletanten aus den 60ern auf das hohe
Podest der Kunst stellte.


Bye
Ingo
PS: Ich persönlich habe neulich festgestellt, das Captain Future (die
TV-Serie, nicht die Romane) irgendwie seinen Zauber verloren hat.
Damals, als ich noch jung und naiv war (und es nur drei Fernsehprogramme
gab), war die Serie für mich und die anderen Kiddies aus dem Dorf ein
Highlight. Und heute... man, was hat mich daran nur so begeistert?
Oliver Naujoks
2003-08-01 23:17:24 UTC
Permalink
Hi,
Post by Ingo Siekmann
Post by Harald Maedl
Warum werden eigentlich diese alten Schmöker nicht wieder aufgelegt?
Kurz und brutal: Weil man sich diesen grottenschlechten Mist nur unter
Schmerzen antun kann.
Äh, Du hast da den Anfang des Threads wohl nicht mitbekommen, die
_werden_ wieder aufgelegt, als schmucke Hardcover sogar. Dadurch wird
Deine Antwort ganz leich obsolet. Oder sollte das ein obiter dictum
sein? ;-)
Post by Ingo Siekmann
Und dann doch lieber ein paar neue Talente fördern, als den alten Mist
noch mal aufzuwärmen.
Nenne doch mal förderungswürdige neue Talente, die besser schreiben als
der alte Mist.
Wehe, Du nennst nicht genug Talente, dann schreibe ich den HJB-Verlag an
und fordere eine Gold-Edition von ZBV im Lederschuber. ;-)
Post by Ingo Siekmann
Warum eigentlich wird jeder alte Schrott irgendwann mal aus
nostalgischen Gründen zum "Kult" erklärt, auch wenn man beim ersten Mal
begriffen hat, das es das Papier/das Zelluloid nicht wert ist?
Weil wir alle älter werden und immer alles verklären müssen.
Ja, ich weiß, 5 Euro für die Phrasendrescherkasse, mußte aber sein. ;-)
Post by Ingo Siekmann
Bestes Beispiel dafür war der Ed Wood Boom vor ein paar Jahren, als man
die Machwerke eines unfähigen Dilletanten aus den 60ern auf das hohe
Der Typ heißt Dirk van den Boom und nicht Ed Wood Boom. Und in den
60igern hat Dirk auch noch nicht geschrieben. Und Dilletant würde ich
auch nicht sagen, einige Romane von ihm waren ziemlich gut, insbesondere
sein Oneth-Zweiteiler, sein Dhakr X-Tra Band und der letzte Ikarus, die
#15.

Alles Gute,

--Oliver
Dirk van den Boom
2003-08-02 05:49:01 UTC
Permalink
Post by Oliver Naujoks
Hi,
Post by Ingo Siekmann
Bestes Beispiel dafür war der Ed Wood Boom vor ein paar Jahren, als man
die Machwerke eines unfähigen Dilletanten aus den 60ern auf das hohe
Der Typ heißt Dirk van den Boom und nicht Ed Wood Boom. Und in den
60igern hat Dirk auch noch nicht geschrieben. Und Dilletant würde ich
auch nicht sagen, einige Romane von ihm waren ziemlich gut, insbesondere
sein Oneth-Zweiteiler, sein Dhakr X-Tra Band und der letzte Ikarus, die
#15.
*gröhl*

You saved my day.
Harald Maedl
2003-08-02 00:03:19 UTC
Permalink
Post by Ingo Siekmann
Post by Harald Maedl
ich suche seit geraumer Zeit Bände von K.H.Scheer aus ZBV-Reihe.
Warum werden eigentlich diese alten Schmöker nicht wieder aufgelegt?
Kurz und brutal: Weil man sich diesen grottenschlechten Mist nur unter
Schmerzen antun kann. Ein im Prinzip interessanter Mischmasch
[...] der durch einen lausigen Stil, dämlichen
Technobabbel und die Allmachtsfantasien des Autors aber total
verhunzt wurde.
Sehe ich anders. Für mich ist entscheidend, daß sich neue Leserschar an
ein Thema herantasten kann. Mich hat ZBV damals im zarten Kindesalter
dazu veranlaßt, mich überhaupt für SF zu interessieren. Welche
SF-Literatur leistet das heute noch. Da darf man wohl mühsamst mit der
Lupe suchen. Für einen Jugendlichen sind Allmachtsphantasien,
Technobabbel und Herumgeballere wohl auch heute noch nicht
uninteressant, die blutrünstigen Computerspiele zeigen es doch.
Vielleicht sollte man seine intellektuellen Scheuklappen mal absetzen
und auch an Leser denken, deren Vorstellungswelt sich in anderen Bahnen
als die eines Erwachsenen bewegt.
Vermutlich bin ich demnächst auch enttäuscht, wenn Band No 1+2 kommt.
Post by Ingo Siekmann
Post by Harald Maedl
Viele gute Sci-Fi, die ich mir früher mangels Geld in der Stadtbib
augeliehen habe, sind heute nicht mehr im Handel erhältlich,
Gute Science Fiction (und niemals SciFi!) und ZBV sollten nicht im
selben Satz erwähnt werden.
Vor einem halben Menschenleben war ZBV für mich gute, äh, SciFi^wSF
Post by Ingo Siekmann
Post by Harald Maedl
die Bibs haben sie meistens schon rausgeworfen, weil sie unleserlich waren.
Unleserlich von der Qualität des Papiers oder des Textes her? :-)
Wohl beides. Die aus heutiger Sicht miesesten Machwerke waren die
abgegriffensten.
Post by Ingo Siekmann
Post by Harald Maedl
In Anbetracht der reichlich dünngesäten Neuerscheinungen, die auch
noch lesenwert sind, würden ich eine Neuauflage alter Autoren
durchaus begrüßen.
[...]
Warum eigentlich wird jeder alte Schrott irgendwann mal aus
nostalgischen Gründen zum "Kult" erklärt [...]
Weil man selber älter und zu Schrott wird - es kann ja nicht alles
schlecht gewesen sein *schluchz*

Grüße
Harald
Anton Kratz
2003-08-02 12:30:36 UTC
Permalink
Hi,
Post by Harald Maedl
Für mich ist entscheidend, daß sich neue Leserschar an
ein Thema herantasten kann. Mich hat ZBV damals im zarten Kindesalter
dazu veranlaßt, mich überhaupt für SF zu interessieren. Welche
SF-Literatur leistet das heute noch. Da darf man wohl mühsamst mit der
Lupe suchen.
Ich vermute mal, dass du dafuer die gleiche Lupe benutzt, mit der du
seit geraumer Zeit nach der Neuauflage von ZBV gesucht hast, ohne
fuendig zu werden.

Es gibt so viel aktuelle, gute SF Literatur, die begeistern kann.
Iain Banks zum Beispiel, oder Neal Stephenson, oder Michael Marrak.
Oder auch Dan Simmons.

Ich kann mir hingegen kaum vorstellen, wie die alten Sachen
von Scheer heute noch irgendendeinen Jugendlichen fuer SF
interessieren sollen.

Anton
Dirk van den Boom
2003-08-02 16:57:37 UTC
Permalink
Örks, Du kannst den Ironiemodus wieder abschalten. Ja, ich habe bisher
das Internet diesbezüglich vernachlässigt und halt Buchhhandlungen
unsicher gemacht. Bevor ich ein Buch kaufe, möchte ich es kurz
überfliegen, ob mir der Schreibstil gefällt etc etc. Außerdem liebe ich
die Atmoshäre in Antiquariaten oder Buchhandlungen: Hier mal
herumstöbern, dort mal ein bißchen blättern...Das leistet halt keine
Internetbuchhandlung.
Aber wir. Frag uns. Wir wissen alles. Und wenn wir etwas nicht wissen,
fragen wir Christian Pree oder Rudolf Thiess.
Naja, sicherlich gibt es hin und wieder ein Highlight, aber von "viel"
zu sprechen, halte ich für übertrieben.
Try again.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Buch für, die zumindest
männlichen, Kids heuzutage noch interessant ist.
Das würde ich ähnlich sehen.
Christian Pree
2003-08-02 23:30:09 UTC
Permalink
Post by Dirk van den Boom
Örks, Du kannst den Ironiemodus wieder abschalten. Ja, ich habe bisher
das Internet diesbezüglich vernachlässigt und halt Buchhhandlungen
unsicher gemacht. Bevor ich ein Buch kaufe, möchte ich es kurz
überfliegen, ob mir der Schreibstil gefällt etc etc. Außerdem liebe ich
die Atmoshäre in Antiquariaten oder Buchhandlungen: Hier mal
herumstöbern, dort mal ein bißchen blättern...Das leistet halt keine
Internetbuchhandlung.
Aber wir. Frag uns. Wir wissen alles. Und wenn wir etwas nicht wissen,
fragen wir Christian Pree oder Rudolf Thiess.
Und wenn wir etwas nicht wissen?


Christian, zwar vieles, aber längst nicht alles wissend
--
Archiv von alt.culture.austrian: http://www.chpr.at/aca.html
Bibliographie deutschspr. SF: http://www.chpr.at/sfstory.html
Du weißt, du hast es geschafft, wenn deine Floskeln weltweit benutzt
werden. Dieter Brügmann in de.talk.bizarre, 08.01.99
Harald Maedl
2003-08-03 13:10:43 UTC
Permalink
Post by Christian Pree
Und wenn wir etwas nicht wissen?
Dann weiß es niemand.
Das beruhigt.

Harald, sich gerade noch ein "wer ist Niemand" verkneifen könnend
Christian Pree
2003-08-03 23:10:13 UTC
Permalink
Post by Christian Pree
Und wenn wir etwas nicht wissen?
Dann weiß es niemand.
Ich werde den Verdacht nicht los, daß ein bestimmter Autor in meiner
Datenbank wieder einmal nicht ganz aktuell ist. Kann das sein? :-)


Christian
--
Archiv von alt.culture.austrian: http://www.chpr.at/aca.html
Bibliographie deutschspr. SF: http://www.chpr.at/sfstory.html
Du weißt, du hast es geschafft, wenn deine Floskeln weltweit benutzt
werden. Dieter Brügmann in de.talk.bizarre, 08.01.99
Dirk van den Boom
2003-08-04 11:03:12 UTC
Permalink
Post by Christian Pree
Ich werde den Verdacht nicht los, daß ein bestimmter Autor in meiner
Datenbank wieder einmal nicht ganz aktuell ist. Kann das sein? :-)
Schön, dass Du das erkannt hast ;o))
Christian Schröder
2003-08-06 13:24:03 UTC
Permalink
Schon mal von Harry Potter gehoert? ;-)
An den dachte ich auch, aber wird sonst was gelesen?
Ich vermute, dann eher gleich Manga.
Till Westermayer
2003-08-02 17:22:00 UTC
Permalink
Post by Anton Kratz
Ich kann mir hingegen kaum vorstellen, wie die alten Sachen
von Scheer heute noch irgendendeinen Jugendlichen fuer SF
interessieren sollen.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Buch für, die zumindest
männlichen, Kids heuzutage noch interessant ist.
Egal, ob sich das jetzt auf überalterte Military-SF oder auf aktuelle SF
bezieht: es soll Ausnahmen geben. Auch unter den zumindest männlichen
Kids.
Gruss, Till
--
... Till We *) http://www.westermayer.de/till/index.htm
Olaf Kaluza
2003-08-02 18:35:06 UTC
Permalink
die Atmoshäre in Antiquariaten oder Buchhandlungen: Hier mal
herumstöbern, dort mal ein bißchen blättern...Das leistet halt keine
Internetbuchhandlung.
Ich will sogar noch weiter gehen. Ich denke mittlerweile das Amazon
fuer den kauf neuer, einem bisher unbekannte, Titel denkbar ungeeignet
ist.
Frueher habe ich die im zweifel gekauft und wurde interessanterweise
nur selten enttauscht. Bei Amazon kann ich leider nicht wiederstehen
die Rezensionen zu lesen und lass es dann meist sein.

Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
Anton Kratz
2003-08-02 19:12:37 UTC
Permalink
Post by Anton Kratz
Ich kann mir hingegen kaum vorstellen, wie die alten Sachen
von Scheer heute noch irgendendeinen Jugendlichen fuer SF
interessieren sollen.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Buch für, die zumindest
männlichen, Kids heuzutage noch interessant ist.
Ich sehe absolut keine Anzeichen dafuer, dass die maennlichen
"Kids" heutzutage mehr oder weniger lesen als frueher. Es wird
immer wieder behauptet, es wuerde weniger gelesen; in Wirklichkeit
steigt der Verkauf an Buechern.

Denk' doch mal an Harry Potter, oder den Herr der Ringe. Egal, wie
man zu diesen Buechern steht --- Tatsache ist, dass sie von
sehr vielen Jugendlichen gelesen werden. Oder der ganze Krempel
von Wolfgang Hohlbein, das verkauft sich an Jugendliche wie geschnitten
Brot.

Gruss,
Anton
Olaf Kaluza
2003-08-02 06:31:52 UTC
Permalink
Post by Ingo Siekmann
PS: Ich persönlich habe neulich festgestellt, das Captain Future (die
TV-Serie, nicht die Romane) irgendwie seinen Zauber verloren hat.
Damals, als ich noch jung und naiv war (und es nur drei Fernsehprogramme
gab), war die Serie für mich und die anderen Kiddies aus dem Dorf ein
Highlight. Und heute... man, was hat mich daran nur so begeistert?
Was soll ich sagen, mein Meinung ueber ZBV ist deutlich anders als die
deine und Captn Future fand ich auch damals als Kind schon
bemerkenswert hohl.

Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
Rudolf Thiess
2003-08-04 08:59:03 UTC
Permalink
Post by Ingo Siekmann
Kurz und brutal: Weil man sich diesen grottenschlechten Mist nur unter
Schmerzen antun kann. Ein im Prinzip interessanter Mischmasch
[...]
Post by Ingo Siekmann
Gute Science Fiction (und niemals SciFi!) und ZBV sollten nicht im
selben Satz erwähnt werden.
[...]
Post by Ingo Siekmann
Warum eigentlich wird jeder alte Schrott irgendwann mal aus
nostalgischen Gründen zum "Kult" erklärt, auch wenn man beim ersten Mal
begriffen hat, das es das Papier/das Zelluloid nicht wert ist?
[...]

Hmm, kann ich das so lesen:

Auch Du hast diesen "Mist" einmal gelesen (und schimpfst nicht nur
ohne zu wissen, worueber eigentlich hergezogen wird.)

Du hast Dich bzw. Deinen Geschmack inzwischen geaendert, "verbessert",
hast hoehere Ansprueche entwickelt und erwartest Dir intellektuell
ansprechendere Kost. Was ja sowohl gut als auch richtig ist.

D.h. dann aber auch, dass Dir der "alte Mist" nicht geschadet hat,
Deinen Geschmack nicht fuer immer verdorben hat, Dich nicht vom
richtigen Weg abgebracht hat. Oder sehe ich das falsch?

Ohne ZBV und aehnliche Machwerke (im Sinn von "gemacht") verteidigen
zu wollen, oder loben zu wollen, dieser "Mist" hat dennoch Generationen
von Lesern so gut gefallen, dass knapp 50 Buecher der angesprochenen
Serie und 100e aehnliche Romane erschienen sind, sie immer noch
aufgelegt und auch diskutiert werden. Ich nehme stark an, das Scheer
weder auf einen Literaturpreis noch auf gute Literaturkritiken
hingeschrieben hat. Er wollte damit Geld verdienen und hat im
Rahmens einer schriftstellerischen und imaginativen Faehigkeiten
seine Zielgruppe unterhalten. Die weder ausschliesslich aus einem
rechten Eck noch aus den gerade dem Analphabetismus von der Schippe
gesprungenen Klientel entstammt.

Als mir persoenlich das erste ZbV Buch in die Haende viel, war ich
wohl schon zu alt und belesen, um daran noch viel Freude zu haben.
Meine ersten KHS Romane habe ich recht gerne gelesen, Jahre spaeter
als dann fast alle neu aufgelegt wurden, habe ich nach dem zweiten
Roman eingesehen, dass er mich einfach nicht mehr anspricht. Zu
bemaengeln gibt es an diesen Roman sicher vieles, aber das
Pauschalurteil, dass hier in diesem Thread teilweise dogmatisch
verkuendet wird, geht doch ein wenig zu weit.

Mit diesen "Massstaeben" muesste ich wohl auch meine alte Foundation-
Trilogie von Asimov auf den Schrottplatz der Literaturgeschichte
werfen, oder Clarkes "Letzte Generation", oder den "Wuestenplaneten".
Post by Ingo Siekmann
Bestes Beispiel dafür war der Ed Wood Boom vor ein paar Jahren, als man
die Machwerke eines unfähigen Dilletanten aus den 60ern auf das hohe
Podest der Kunst stellte.
Also ich habe den Eiertanz als recht amuesant empfunden. Zuguterletzt
war der arme Ed Wood doch noch kommerziell ein grosser Erfolg. Und
wenn ichmir so manchen millionenschweren Blockbuster anschaue, sind
da auch nur die technischen Tricks besser. "Die drei Engel fuer
Charlie" schlagen die Drehbuecher von Wood intellektuell allemal
noch. Egal ob er ein "Dilletant" oder Dilettant war. ;-)
Post by Ingo Siekmann
Bye
Ingo
PS: Ich persönlich habe neulich festgestellt, das Captain Future (die
TV-Serie, nicht die Romane) irgendwie seinen Zauber verloren hat.
Damals, als ich noch jung und naiv war (und es nur drei Fernsehprogramme
gab), war die Serie für mich und die anderen Kiddies aus dem Dorf ein
Highlight. Und heute... man, was hat mich daran nur so begeistert?
Der "gute" Verlauf der Dinge. Man waechst heran, lernt, nimmt auf,
waechst ueber das alte Ich ein wenig hinaus. Das einmal geschriebene
Buch veraendert sich nicht mehr, es ist auf ewig verdammt, auf seinem
Erstniveau und als Kind seiner Zeit zu verharren.

Hast Du Kinder oder Umgang mit Kindern? Versuch ihnen mal zu
erklaeren, dass oder warum Eddie Murphy's "Professor Klump" eine
gar peinliche primitive Unterhaltung auf niedrigstem Niveau ist. ;-)

Rudolf
Ingo Siekmann
2003-08-06 14:43:01 UTC
Permalink
Rudolf Thiess schrieb:
-snip
Post by Rudolf Thiess
Auch Du hast diesen "Mist" einmal gelesen (und schimpfst nicht nur
ohne zu wissen, worueber eigentlich hergezogen wird.)
-snip

Tja, IIRC stolperte über Scheer, als mir auf einem Flohmarkt (muß so
Mitte der 80er gewesen sein) ein buntes Taschenbuch in die Augen stach.
Da es billig war und es praktisch aussichtslos war, in unserem Dorf
überhaupt mal SF in die Finger zu bekommen, langte ich zu. Ich las es
und war dann doch eher enttäuscht. Ich habe mir später noch einige Bände
zugelegt, und der Gesamteindruck blieb.
Post by Rudolf Thiess
D.h. dann aber auch, dass Dir der "alte Mist" nicht geschadet hat,
Deinen Geschmack nicht fuer immer verdorben hat, Dich nicht vom
richtigen Weg abgebracht hat. Oder sehe ich das falsch?
Hm - so eines der ersten SF Bücher, das ich gelesen habe, war "Die
grünen Hügel der Erde". Schätze, der Standard hat mich geprägt. :-)
Post by Rudolf Thiess
Ohne ZBV und aehnliche Machwerke (im Sinn von "gemacht") verteidigen
zu wollen, oder loben zu wollen, dieser "Mist" hat dennoch Generationen
von Lesern so gut gefallen, dass knapp 50 Buecher der angesprochenen
Serie und 100e aehnliche Romane erschienen sind, sie immer noch
aufgelegt und auch diskutiert werden.
-snip

Wahrscheinlich aus einem ähnlichen Grund, weshalb ich damals ins offene
Messer lief :-). Es wird bzw wurde in Deutschland so wenig SF
veröffentlicht, das die Leute erstmal *alles* kaufen, auf dem
Raumschiff/Astronaut/Außerirdischer drauf ist.
Heute dürfte sich das dank WWW gebessert haben, aber damals saß man als
Jugendlicher in der Provinz auf dem Trockenen.

Bye
Ingo
Christian Pree
2003-08-02 23:29:59 UTC
Permalink
Post by Harald Maedl
ich suche seit geraumer Zeit Bände von K.H.Scheer aus ZBV-Reihe. Es
sind im wesentlichen einfach gestrickte Geschichten. Die Story beginnt
auf der Erde beim Geheimdienst, wobei der Held dann zum Mars gelangt,
außerirdische Technologie entdeckt und diese dann auch zu Nutzen
vermag. Das Besondere ist, daß der Geheimdienst ein besonderes
Erkennungszeichen, eine Art fälschungssichere Marke, hat. (So ähnlich
wie im Lensmen-Zyklus, wobei Smith diese Idee wohl gnadenlos
abgekupfert hat.)
Da fehlt mir jetzt irgendwie der Smiley...
Post by Harald Maedl
Nun ja, diese Scheer-Reihe ist mir bei unzähligen Umzügen irgenwie
abhanden gekommen, und ich habe sie als Kind geradezu verschlungen.
Kennt zufälligerweise jemand diese Reihe und weiß, wo man die noch
bekommen kann?
Ich habe schon in unzähligen Antiquariaten nachgefragt, bisher ohne
Erfolg.
Vor Jahren gab es die Pabel-Ausgaben bergeweise bei den Antiquariaten.
Ich weiß nicht, wo die alle hinverschwunden sind.
Post by Harald Maedl
Warum werden eigentlich diese alten Schmöker nicht wieder aufgelegt?
Viele gute Sci-Fi, die ich mir früher mangels Geld in der Stadtbib
augeliehen habe, sind heute nicht mehr im Handel erhältlich, die Bibs
haben sie meistens schon rausgeworfen, weil sie unleserlich waren.
Hier findet imo unbeachtet Vernichtung von Kulturgut statt (ja, auch
SciFi zählt auch dazu).
In Anbetracht der reichlich dünngesäten Neuerscheinungen, die auch noch
lesenwert sind, würden ich eine Neuauflage alter Autoren durchaus
begrüßen.
Ja, schon. Aber dann bitte
William Tenn
Theodore Sturgeon
Eric Frank Russell
Lyon Sprague de Camp
James P. Hogan
Robert L. Forward
Philip Jose Farmer
John Brunner
Brian W. Aldiss
Poul Anderson
Rudy Rucker
Robert Sheckley
Clifford D. Simak
Alfred Bester

und nicht unbedingt Scheer.
Post by Harald Maedl
Harald, heute zum ersten Mal in d.r.sf.m
Das passierte uns allen irgendwann einmal. :-)


Christian
--
Archiv von alt.culture.austrian: http://www.chpr.at/aca.html
Bibliographie deutschspr. SF: http://www.chpr.at/sfstory.html
Du weißt, du hast es geschafft, wenn deine Floskeln weltweit benutzt
werden. Dieter Brügmann in de.talk.bizarre, 08.01.99
Harald Maedl
2003-08-03 01:21:02 UTC
Permalink
Post by Christian Pree
[ZBV - wo] Das Besondere ist, daß der Geheimdienst ein besonderes
Erkennungszeichen, eine Art fälschungssichere Marke, hat. (So ähnlich
wie im Lensmen-Zyklus, wobei Smith diese Idee wohl gnadenlos
abgekupfert hat.)
Da fehlt mir jetzt irgendwie der Smiley...
Nönö, die Idee mit dem absolut fälschungsicheren Erkennungszeichen
hatte ich bei Scheer das erste Mal gelesen. Als ich dann Jahrzehnte
später den Lensmen-Zyklus in die Hände bekam, fiel mir sofort die
Ähnlichkeit auf.

[schnappeldischnipp]
Post by Christian Pree
In Anbetracht der reichlich dünngesäten Neuerscheinungen, die auch
noch lesenwert sind, würden ich eine Neuauflage alter Autoren
durchaus begrüßen.
Ja, schon. Aber dann bitte
[Autorenvorschläge für Wiederauflage]
und nicht unbedingt Scheer.
Och, die habe ich doch alle, bis auf Scheer, von dem habe ich nur 4
Bände. John Brunner sagt mir nicht zu.
Post by Christian Pree
Harald, heute zum ersten Mal in d.r.sf.m
Das passierte uns allen irgendwann einmal. :-)
Oops, dann ist das ansteckend!

Harald, mit Mundschutz
Christian Pree
2003-08-03 23:10:15 UTC
Permalink
Post by Harald Maedl
Post by Christian Pree
[ZBV - wo] Das Besondere ist, daß der Geheimdienst ein besonderes
Erkennungszeichen, eine Art fälschungssichere Marke, hat. (So ähnlich
wie im Lensmen-Zyklus, wobei Smith diese Idee wohl gnadenlos
abgekupfert hat.)
Da fehlt mir jetzt irgendwie der Smiley...
Nönö, die Idee mit dem absolut fälschungsicheren Erkennungszeichen
hatte ich bei Scheer das erste Mal gelesen. Als ich dann Jahrzehnte
später den Lensmen-Zyklus in die Hände bekam, fiel mir sofort die
Ähnlichkeit auf.
Ähm - der Lensmen-Zyklus stammt aus den 30ern, ZBV aus den 50ern.
Post by Harald Maedl
[schnappeldischnipp]
Post by Christian Pree
In Anbetracht der reichlich dünngesäten Neuerscheinungen, die auch
noch lesenwert sind, würden ich eine Neuauflage alter Autoren
durchaus begrüßen.
Ja, schon. Aber dann bitte
[Autorenvorschläge für Wiederauflage]
und nicht unbedingt Scheer.
Och, die habe ich doch alle, bis auf Scheer, von dem habe ich nur 4
Bände. John Brunner sagt mir nicht zu.
Morgenwelt. Schafe blicken auf. Oder auch Kleinode wie "Der galaktische
Verbraucherservice".
Post by Harald Maedl
Post by Christian Pree
Harald, heute zum ersten Mal in d.r.sf.m
Das passierte uns allen irgendwann einmal. :-)
Oops, dann ist das ansteckend!
Fragt sich bloß, wer Dich angesteckt hat.
Post by Harald Maedl
Harald, mit Mundschutz
Das ist jetzt wohl ein wenig zu spät.


Christian
--
Archiv von alt.culture.austrian: http://www.chpr.at/aca.html
Bibliographie deutschspr. SF: http://www.chpr.at/sfstory.html
Du weißt, du hast es geschafft, wenn deine Floskeln weltweit benutzt
werden. Dieter Brügmann in de.talk.bizarre, 08.01.99
Michael Muetterlein
2003-08-03 13:04:45 UTC
Permalink
Moin!
Post by Christian Pree
Post by Harald Maedl
ich suche seit geraumer Zeit Bände von K.H.Scheer aus ZBV-Reihe.
Vor Jahren gab es die Pabel-Ausgaben bergeweise bei den Antiquariaten.
Ich weiß nicht, wo die alle hinverschwunden sind.
Entweder wieder in Sammlerhand, oder sie fliegen vereinzelt bei
Flohmarkt-Antiquaren rum. Mir sind gerade heute ein paar ZBV durch die
Finger gegangen, beim Durchforsten mehrerer Kisten bunt gemischter
Bücher "Stück 50 Cent,
5 Stück 2 Euro". Zustand gar nicht mal so schlecht. Mußte sie aber doch
da lassen, die anderen 17 Bücher waren dann doch genug. :-)

MfG
Michael
Martin Hoyer
2003-08-03 13:49:35 UTC
Permalink
Post by Michael Muetterlein
Entweder wieder in Sammlerhand, oder sie fliegen vereinzelt bei
Flohmarkt-Antiquaren rum.
So ziemlich alle Bände sind auch bei eBay zu bekommen. Da laufen
gerade in den nächsten Stunden etliche Versteigerungen von Scheer-
Titeln aus, und die Zahl der Gebote läßt sich am ehesten mit
"nicht vorhanden" umschreiben.

Das läßt tief blicken, was die Nachfrage angeht.

Grüße,
Martin
Dirk Thierbach
2003-08-04 12:08:53 UTC
Permalink
Post by Harald Maedl
In Anbetracht der reichlich dünngesäten Neuerscheinungen, die auch noch
lesenwert sind, würden ich eine Neuauflage alter Autoren durchaus
begrüßen.
Als Egoist waere es mir lieber, die aktuellen Highlights aus
den (englischen) SF-Hochzentren wuerden hierzulande wieder zuegig
und regelmaessig in ordentlichen Uebersetzungen veroeffentlicht
werden.
Sag doch mal ein paar "aktuelle Highlights". Dann kann ich naemlich
meine "zu lesen"-Liste um ein paar Titel erweitern, wenn ich sie noch
nicht kenne :-)

- Dirk (in dieser Hinsicht auch Egoist)
Rudolf Thiess
2003-08-07 07:51:32 UTC
Permalink
Post by Dirk Thierbach
Als Egoist waere es mir lieber, die aktuellen Highlights aus
den (englischen) SF-Hochzentren wuerden hierzulande wieder zuegig
und regelmaessig in ordentlichen Uebersetzungen veroeffentlicht
werden.
Sag doch mal ein paar "aktuelle Highlights". Dann kann ich naemlich
meine "zu lesen"-Liste um ein paar Titel erweitern, wenn ich sie noch
nicht kenne :-)
Nachdem ich ja eigentlich Buecher angesprochen habe, die ich in den
meisten Faellen _nicht_ kenne, ist das nicht ganz so einfach und beruht
eher auf "Hoerensagen", aber bitte sehr:

Was man uns hierzulande vorenthaelt:

Jonathan Carroll: Sein frueherer Hausverlag suhrkamp scheint das
Interesse verloren zu haben. So sei es, seit etlichen Jahren schlage
ich ohnehin bei der ersten englischen TB oder Paperback-Ausgabe zu.

Orson Scott Card: Die Ender-Paralleltrilogie wurde nach etlichen
vorangegangenen schwaecheren Cards weitgehend gelobt. Bastei scheint
Card allerdings aus seinem Autorenstamm gestrichen zu haben.
Inzwischen liegt das Original des ersten Teil sehr weit oben auf
meinem Stapel demnaechst zu lesender Buecher. Womit Bastei zumindest
auf einen potenziellen Leser dieser Buecher wird verzichten muessen.

C.J.Cherryh: Nach 1999 hat Heyne es ganze 2 Romane von ihr gebracht.
Und sie ist eine fleissige Autorin.

Harlan Ellison: Wird seit ewigen Zeiten hier nahezu totgeschwiegen.
(Okay, ist auch kein uebermaessig _aktueller_ Autor.)

Neil Gaiman: Allzulange werte ich auf die "American Gods" nicht mehr
warten.

Paul McAuley, John M. Ford, Kim Newman, Mike Resnick,

Frederik Pohl: Seit vielen Jahren scheint er fuer deutsche Verleger
gestorben zu sein.

Tim Powers: Ueber mehrere Monate verteilt bringt Heyne den dritten
Teil einer (zugegeben losen) Trilogie heraus. In der immer wieder
auf Geschehnisse angespielt wird, die fuer den im Stich gelassenen
Leser nie existiert haben. Eine Meisterleistung, wie man einen
Autoren besser nicht "pflegt".

Robert Sawyer: Der raeumt regelemaessig bei den SF-Literaturpreisen
ab und wird aber auch schon _jedes_ Jahr fuer seinen neuesten Roman
zumindest nominiert, aber von einem Goldman-Buch (Die dritte Simulation)
abgesehen, herrscht absolutes Schweigen und Ignorieren. Das ist mir
von allen "Veroeffentlichungsraetseln" das groesste.

Connie Willis: Sie hat in den letzten zehn Jahren mehr als nur die
aehem "Farben der Zeit" geschrieben.

Michael Swanwick: "Faust"

Walter Jon Williams: Sogar seine schwachen Buecher sind immer noch
gut. Was ist mit "City on Fire"? (laesst sich nicht mal mehr im
Original zu vertretbaren Kosten auftreiben. :-( )

John Varley: "The Golden Globe"

Octavia Butler: "Parable of the Talents"

Gene Wolfe: Es gibt laengst eine neue "Sonnen"-Trilogie.

Roger Zelazny: Auf seinen letzten Roman warten wir wohl ewig.


Die Liste ist lange. Ein Blick ins gute alte Locus zeigt
sofort, was zur Zeit gut und interessant ist.

Das waeren dann die Veroeffentlichungen, die mir doch genehmer
waeren als noch so schoene Neuausgaben im Rahmen der "Meisterwerke"
oder eines Schwerpunktmonats. (Was der "Jung"-Leser oder "Neu"-
Interessierte SF-Fan vermutlich ganz anders sieht.)

Rudolf
Florian Breitsameter
2003-08-07 11:07:05 UTC
Permalink
Post by Rudolf Thiess
Nachdem ich ja eigentlich Buecher angesprochen habe, die ich in den
meisten Faellen _nicht_ kenne, ist das nicht ganz so einfach und
Zu einigen der Titel kann ich was sagen...
Post by Rudolf Thiess
Jonathan Carroll: Sein frueherer Hausverlag suhrkamp scheint das
Interesse verloren zu haben. So sei es, seit etlichen Jahren schlage
ich ohnehin bei der ersten englischen TB oder Paperback-Ausgabe zu.
Falsch, Jonathan Carroll erscheint in Deutschland. Und zwar bei
Eichborn. Nach "Fieberglas" kommt demnächst "Das hölzerne Meer".
Post by Rudolf Thiess
C.J.Cherryh: Nach 1999 hat Heyne es ganze 2 Romane von ihr gebracht.
Und sie ist eine fleissige Autorin.
In den USA hat sie z.B. mittlerweile ihre zweite Atevi-Trilogie beendet,
die wiederum sehr lesenswert ist (im dritten Band passiert soviel, dass
man fast nicht glauben würde, einen Roman von Cherryh zu lesen!).
Post by Rudolf Thiess
Harlan Ellison: Wird seit ewigen Zeiten hier nahezu totgeschwiegen.
(Okay, ist auch kein uebermaessig _aktueller_ Autor.)
Harlan Ellison erscheint deshalb kaum in Deutschland, weil - soweit
meine Erinnerung - er absichtlich kaum Rechte an seinen Werken nach
Deutschland verkauft. Wer aber Ellison lesen will, hat es derzeit auch
in den USA nicht so leicht. Die Reihe mit seinem Gesamtwerk wurde vor
ein paar Jahren abgebrochen.
Post by Rudolf Thiess
Frederik Pohl: Seit vielen Jahren scheint er fuer deutsche Verleger
gestorben zu sein.
Schreibt der überhaupt noch was? Als ich ihn zuletzt vor drei Jahren in
Frankreich sah, wirkte er schon SEHR alt und auch etwas verwirrt (und er
hatte deutlich im Vergleich zu früher an Gewicht zugelegt).
Post by Rudolf Thiess
Robert Sawyer: Der raeumt regelemaessig bei den SF-Literaturpreisen
ab und wird aber auch schon _jedes_ Jahr fuer seinen neuesten Roman
zumindest nominiert, aber von einem Goldman-Buch (Die dritte
Simulation) abgesehen, herrscht absolutes Schweigen und Ignorieren.
Das ist mir von allen "Veroeffentlichungsraetseln" das groesste.
Mir auch. Aber Dank zahlreicher Nachdrucke sind seine Bücher
mittlerweile fast wieder komplett zu bekommen.
Post by Rudolf Thiess
Walter Jon Williams: Sogar seine schwachen Buecher sind immer noch
gut. Was ist mit "City on Fire"? (laesst sich nicht mal mehr im
Original zu vertretbaren Kosten auftreiben. :-( )
"City on Fire" fand ich noch besser als "Metropolitan", und ich hoffe,
daß er irgendwann noch mehr Geschichten aus dieser Welt erzählt - und
vielleicht auch mal das Rätsel des weltumspannenden Schutzschirmes
aufgreift.
Aktuell erschien im letzten Herbst in UK sein Roman "The Praxis" - eine
schöne und spannende Space Opera (!). Mittlerweile dürfte sie sogar auch
in den USA erhältlich sein.

Ich verweise jetzt auch mal einfach auf die ausführlicheren Rezensionen
zu den angesprochenen Romanen bei SF-Fan.de:
http://www.sf-fan.de/sf-buch/rezension/rezensionen.html
--
Viele Grüsse.
Florian Breitsameter
Rudolf Thiess
2003-08-07 12:49:56 UTC
Permalink
Post by Florian Breitsameter
Falsch, Jonathan Carroll erscheint in Deutschland. Und zwar bei
Eichborn. Nach "Fieberglas" kommt demnächst "Das hölzerne Meer".
Ein klein wenig zu spaet. Hab' vor einiger Zeit bereits die "White
Apples" genossen. Nach einer kurzen "Realismus-Phase wird der gute
Fast-Wiener ganz schoen phantastisch.
Post by Florian Breitsameter
Post by Rudolf Thiess
C.J.Cherryh: Nach 1999 hat Heyne es ganze 2 Romane von ihr gebracht.
Und sie ist eine fleissige Autorin.
In den USA hat sie z.B. mittlerweile ihre zweite Atevi-Trilogie beendet,
die wiederum sehr lesenswert ist (im dritten Band passiert soviel, dass
man fast nicht glauben würde, einen Roman von Cherryh zu lesen!).
Eigentlich war ich ja schon am Ueberlegen, ob ich den Zyklus noch
weiterverfolgen soll. Schoenes Setting, Hintergruende, alles wunderbar
ausgearbeitet, aber die eigentliche Handlung musste ich mit der
Lupe suchen und war auch nicht sonderlich originell.

Aber wenn sich das aendert...
Post by Florian Breitsameter
Harlan Ellison erscheint deshalb kaum in Deutschland, weil - soweit
meine Erinnerung - er absichtlich kaum Rechte an seinen Werken nach
Deutschland verkauft.
Bis auf "Mephisto in Onyx" und einem Goldmann-Story Band.

Ist es nicht Avram Davidson, der aktiv verhindern wollte, dass
seine Werke in Deutschland erscheinen?

Und Heinlein, der nicht wollte dass sein "Take Back Your Government"
ausserhalb der USA erscheint?
Post by Florian Breitsameter
Wer aber Ellison lesen will, hat es derzeit auch
in den USA nicht so leicht. Die Reihe mit seinem Gesamtwerk wurde vor
ein paar Jahren abgebrochen.
Tja, er wettereifert wohl mit Spinrad, wer es schafft, sich mehr
Feinde zu machen.
Post by Florian Breitsameter
Post by Rudolf Thiess
Frederik Pohl: Seit vielen Jahren scheint er fuer deutsche Verleger
gestorben zu sein.
Schreibt der überhaupt noch was?
Nach 1999 ist mir kein Pohl Roman oder Story bekannt, aber die
letzte deutschsprachige Veroeffentlich war m.W. "Die Unsterblichen
und die Toten" aus dem Jahr 1994. Danach gibt's durchaus noch
einige Hugo- und Locus-nominierte Werke.
Post by Florian Breitsameter
Post by Rudolf Thiess
Das ist mir von allen "Veroeffentlichungsraetseln" das groesste.
Mir auch. Aber Dank zahlreicher Nachdrucke sind seine Bücher
mittlerweile fast wieder komplett zu bekommen.
Im Buschland der SF, aber nicht hier.
Post by Florian Breitsameter
Post by Rudolf Thiess
Walter Jon Williams
"City on Fire" fand ich noch besser als "Metropolitan"
Jaja, Salz auf die Wunden streuen. Laesst sich nicht mal im UK
auftreiben...


Rudolf
Dirk Thierbach
2003-08-07 19:35:37 UTC
Permalink
Post by Florian Breitsameter
Post by Rudolf Thiess
C.J.Cherryh: Nach 1999 hat Heyne es ganze 2 Romane von ihr gebracht.
Und sie ist eine fleissige Autorin.
Zufaelligerweise lese ich gerade (wieder) den dritten Band aus der
Kauffahrer-Trilogie (die ersten beiden sind ausgelagert, und ueber
den bin ich im Regal beim Suchen nach Lesestoff gestolpert).

Ist allerdings auch aus den 80ern. Die Uebersetzung von Thomas
Schichtel ist sehr maessig; er uebersetzt alles zu woertlich macht
damit den Text sehr holprig, mit unpassenden Formulierungen. Wenn
man es zurueckuebersetzt, hat man den Eindruck, dass das Original
sehr viel fluessiger sein koennte.

Und auch wenn Cherryh eigentlich im Grossen einen schoenen Handlungsbogen
und ein interessantes Universum bastelt, ist es im Kleinen doch
viel zu sprunghaft und nicht so richtig glaubwuerdig.
Post by Florian Breitsameter
In den USA hat sie z.B. mittlerweile ihre zweite Atevi-Trilogie beendet,
die wiederum sehr lesenswert ist (im dritten Band passiert soviel, dass
man fast nicht glauben würde, einen Roman von Cherryh zu lesen!).
Ich kenne nicht mal die erste :-) Wie vergleichen sich die neueren
Werke mit denen aus den 80ern?
Post by Florian Breitsameter
Post by Rudolf Thiess
Harlan Ellison: Wird seit ewigen Zeiten hier nahezu totgeschwiegen.
(Okay, ist auch kein uebermaessig _aktueller_ Autor.)
Wohl nicht. Und ich habe nie mit Ellison auch nie so richtig warmwerden
koennen (allerdings kenne ich ihn nur in Uebersetzung).
Post by Florian Breitsameter
Post by Rudolf Thiess
Frederik Pohl: Seit vielen Jahren scheint er fuer deutsche Verleger
gestorben zu sein.
Schreibt der überhaupt noch was?
Ich haette auch eher damit gerechnet, dass von Pohl nichts mehr kommt.
Ich mag ihn sehr gerne, aber ab einem gewissen Alter schaffen es nur
sehr wenige Autoren, etwas wirklich interessantes zu produzieren. Wenn
Pohl da eine Ausnahme bildet, ist es bei mir noch nicht angekommen.
Post by Florian Breitsameter
Post by Rudolf Thiess
Robert Sawyer: Der raeumt regelemaessig bei den SF-Literaturpreisen
ab
Ich habe "The Terminal Experiment" gelesen, aber erstaunlicherweise
weiss ich ueberhaupt nichts mehr ueber den Inhalt. Irgendwie hat es
sich also nicht bleibend eingepraegt :-)
Post by Florian Breitsameter
Post by Rudolf Thiess
Walter Jon Williams: Sogar seine schwachen Buecher sind immer noch
gut.
Schon, aber gibt es von ihm etwas aktuelles?
Post by Florian Breitsameter
Post by Rudolf Thiess
Was ist mit "City on Fire"? (laesst sich nicht mal mehr im Original
zu vertretbaren Kosten auftreiben. :-( )
Das spricht eher gegen Aktualitaet :-)
Post by Florian Breitsameter
Post by Rudolf Thiess
John Varley: "The Golden Globe"
Varley hat ein paar wirklich geniale Kurzgeschichten geschrieben
("The persistence of vision"), aber mit seinen Romanen hat er mich
nie ueberzeugt. "The Golden Globe" sagt mir nichts; worum geht es?
Post by Florian Breitsameter
Post by Rudolf Thiess
Gene Wolfe: Es gibt laengst eine neue "Sonnen"-Trilogie.
Ist das Thema nicht irgendwann ausgereizt? Meistens machen
Anschlusstrilogien desto weniger Spass, je mehr es davon gibt.

- Dirk
Florian Breitsameter
2003-08-07 20:34:23 UTC
Permalink
[Walter Jon Williams]
Post by Dirk Thierbach
Schon, aber gibt es von ihm etwas aktuelles?
Post by Rudolf Thiess
Was ist mit "City on Fire"? (laesst sich nicht mal mehr im Original
zu vertretbaren Kosten auftreiben. :-( )
Das spricht eher gegen Aktualitaet :-)
Das bereits erwähnte "The Praxis" erschien letzten Oktober in UK und
diesen Oktober erst in den USA. Ist das aktuell genug? ;-)

Das ist wie bereits erwähnt der Auftakt zu einem Space Opera-Zyklus.
Sehr nett geschrieben und schön zu lesen, obwohl er in manchen Punkten
sehr an "City on Fire" oder "Metropolitan" erinnert.

Hier die URL meiner Buchkritik:
http://www.sf-fan.de/sf-buch/rezension/the_praxis.html
--
Viele Grüsse.
Florian Breitsameter
Christian Weisgerber
2003-08-07 14:52:45 UTC
Permalink
Ich halte das für eine unpassende Wortwahl, weil »vorenthalten«
impliziert, dass ein Anspruch bestünde und dass etwas vorsätzlich
behindert würde.

Ansonsten kannst du doch nicht ernsthaft erwarten, dass alles
übersetzt wird? Klassischerweise werden nur einige ganz wenige,
ausgesucht hochwertige Dinge übersetzt. Man könnte also etwa die
Übersetzung der Nebula- und Hugo-Gewinner erwarten. Die existierende
Massenübersetzung aus dem Englischen ist ohnehin schon außergewöhnlich.
Auf andere Quellsprachen findet sie auch keine Anwendung. Wieviel
original in anderen Sprachen geschriebene SF wird in Deutschland
veröffentlicht?

Wobei ich mich in diesem Zusammenhang auch frage, wie ein Verlag
überhaupt entscheidet Rechte an einem Werk zu erwerben und eine
Übersetzung in Auftrag zu geben. Sitzt da ein Redakteur und liest
Originalveröffentlichungen (an) oder entsprechende Rezensionen?
Dann müsste er die entsprechende Sprache kennen... Tja, so sieht
die Lage auch aus.

Das ist natürlich nur zu verständlich. Man stelle sich vor, alle
Werke aus Europa würden in alle anderen europäischen Sprachen
übersetzt. Eine kombinatorische Explosion. Offenkundig gilt auch
für die Belletristik, was für wissenschaftliche Publikationen schon
lange gilt: Wer (international) gelesen werden will, schreibt
Englisch. Nur mit dem Unterschied, dass praktisch kein Autor
Belletristik in einer Fremdsprache schreibt.
Post by Rudolf Thiess
Harlan Ellison: Wird seit ewigen Zeiten hier nahezu totgeschwiegen.
(Okay, ist auch kein uebermaessig _aktueller_ Autor.)
Ellison hat keine oder kaum Romane geschrieben, sondern hauptsächlich
Kurzgeschichten und kürzere Erzählungen. Das passt nicht in den
modernen Markt. Ist von ihm denn im englischsprachigen Raum in den
letzten Jahren noch etwas außer Neuaufgüssen alter Werke erschienen?
Dazu kommt, dass Ellison dem Vernehmen nach nicht nur persönlich,
äh, problematisch, sondern auch kein zuverlässiger Geschäftspartner
ist. Ich meine mich vage an Aussagen zu erinnern, dass der Versuch
Ellison zu veröffentlichen ein unkalkulierbares Risiko darstelle.
Post by Rudolf Thiess
Robert Sawyer: Der raeumt regelemaessig bei den SF-Literaturpreisen
ab und wird aber auch schon _jedes_ Jahr fuer seinen neuesten Roman
zumindest nominiert, aber von einem Goldman-Buch (Die dritte Simulation)
abgesehen, herrscht absolutes Schweigen und Ignorieren. Das ist mir
von allen "Veroeffentlichungsraetseln" das groesste.
Vielleicht teilen die Herausgeber meine (durch _The Terminal
Experiment_ und _Illegal Alien_ geformte) Meinung, dass Sawyer
maßlos überschätzt und lesbar, aber nicht lesenswert ist.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Rudolf Thiess
2003-08-07 18:46:04 UTC
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Ich halte das für eine unpassende Wortwahl, weil »vorenthalten«
impliziert, dass ein Anspruch bestünde und dass etwas vorsätzlich
behindert würde.
Da magst Du schon recht haben. Aber mir gefällt der Klang von
"vorenthalten" schlicht besser als der von "nicht mehr anbieten". ;-)

Und nein, ich bilde mir nicht ein, einen Rechtsanspruch auf
irgendwelche SF-Übersetzungen aus dem Englischen (oder
irgendeiner Sprache) zu haben.

Nur ist es so, daß viele Jahre lang viele englischsprachige Autoren
hierzulande brav und ordentlich und stetig "gepflegt" wurden.
Ein gewisser, anscheinend leider nicht übermäßig großer
Leserstamm wurde geschaffen. Der jetzt doch ziemlich
traurig im Regen steht und seine Suchtmittel nicht länger bei
den üblichen Dealern findet.
Post by Christian Weisgerber
Ansonsten kannst du doch nicht ernsthaft erwarten, dass alles
übersetzt wird?
Erwarten kann ich es schon. ;-)

Auch wenn ich nirgendwo gesagt habe, daß ich _alles_ übersetzt
haben möchte. Ich könnte z.b. sehr gut auf die restlichen 5000
Star Trek Bücher verzichten (die doch ohnehin kaum mehr
verkauft werden).

Aber ganz im Ernst: zur Zeit darf man als Junkie mit meist zwei
Übersetzungen bei Bastei (oft ist eine davon aber "nur" eine
Neuübersetzung/Neuauflage eines Klassikers) und grad noch
_einer_ ernsthaften Veröfentlichung bei Heyne im Monat
rechnen. So bescheiden und lieb und verständnisvoll bin ich
nun wieder auch nicht, um damit zufrieden zu sein.
Post by Christian Weisgerber
Klassischerweise werden nur einige ganz wenige,
ausgesucht hochwertige Dinge übersetzt. Man könnte also etwa die
Übersetzung der Nebula- und Hugo-Gewinner erwarten.
Man könnte. "Man" hat das früher getan. Und diese Erwartung
wurde damals auch erfüllt. Ich führe meine eigene Liste der
Preisträger-Romane (und Stories), da sind auch die Nominierungen
enthalten. Bis Mitte der 90er Jahre sind die weitaus meisten
dieser Titel auch brav erschienen, ich hatte und habe da nur
wenige Lücken. Damit ist's nun vorbei. Und die Zahl meiner
englischen Originale steigt an. Was letztendlich auch bedeutet,
daß die deutschen Verlage noch einen eigentlich braven
und regelmäßigen und verläßlichen Käufer mehr verlieren.
Post by Christian Weisgerber
Die existierende
Massenübersetzung aus dem Englischen ist ohnehin schon außergewöhnlich.
Auf andere Quellsprachen findet sie auch keine Anwendung. Wieviel
original in anderen Sprachen geschriebene SF wird in Deutschland
veröffentlicht?
Sicherlich zu wenig. Aber bei aller Trauer um die unbeachtet bleibende
SF aus aller Herren Länder; die Amerikaner, Kanadier, Engländer und
Australier bilden nun mal tatsächlich eine Art Maß aller Dinge im
Genre. Und Deutsche, Franzosen, Italiener, Spanier, Russen, etc.
werden weit weniger aneinander gemessen, als vielmehr eher
alle zusammen an den Englischschreibenden.
Post by Christian Weisgerber
Wobei ich mich in diesem Zusammenhang auch frage, wie ein Verlag
überhaupt entscheidet Rechte an einem Werk zu erwerben und eine
Übersetzung in Auftrag zu geben. Sitzt da ein Redakteur und liest
Originalveröffentlichungen (an) oder entsprechende Rezensionen?
Wenn der Job beim Verlag noch besetzt ist. Oder Agenturen bieten
(vor allem) Romane international an.

Und wenn ich als passiver Leser halbwegs Bescheid weiss, was
z.b. in den USA gerade veröffentlicht wird, was gut, und was
weniger gut beurteilt wird, dann kann das der Profi, der davon
leben soll und will, auch tun.
Post by Christian Weisgerber
Dann müsste er die entsprechende Sprache kennen...
Was im Fall des Englischen so ein arges Handicap nicht sein
sollte. Und ansonsten muß er sich halt wirklich auf Rezensionen,
bereits vorliegende Übersetzungen oder schlichtweg den Ruf
und den Marktwert des Autoren verlassen. (Was vermutlich
ohnehin das wichtigste und letztendlich entscheidende
Argument sein wird.)
Post by Christian Weisgerber
Das ist natürlich nur zu verständlich. Man stelle sich vor, alle
Werke aus Europa würden in alle anderen europäischen Sprachen
übersetzt.
Ich vermisse die paar italienischen oder französischen
Übersetzungen tatsächlich, die es früher manchmal gegeben
hat. Und da ist es völlig ausgeschlossen, daß ich auf das
Original zurückgreife.
Post by Christian Weisgerber
Eine kombinatorische Explosion. Offenkundig gilt auch
für die Belletristik, was für wissenschaftliche Publikationen schon
lange gilt: Wer (international) gelesen werden will, schreibt
Englisch.
Das ist aber so arg vereinfacht, daß es schon nicht mehr
stimmt. Wer international gelesen werden will, muß im
eigenen Land in die Bestsellerlisten kommen, dann das
Glück einer ersten Übersetzung bekommen, und auch
dort weit oben in die Bestsellerlisten eintauchen.

Weder Lem, Ecco oder Süskind haben m.W. in Englischer
Sprache geschrieben. Nicht nur King, Koontz oder Clancy
und Grisham werden weltweit verkauft.
Post by Christian Weisgerber
Post by Rudolf Thiess
Harlan Ellison: Wird seit ewigen Zeiten hier nahezu totgeschwiegen.
(Okay, ist auch kein uebermaessig _aktueller_ Autor.)
Ellison hat keine oder kaum Romane geschrieben, sondern hauptsächlich
Kurzgeschichten und kürzere Erzählungen. Das passt nicht in den
modernen Markt.
Das wird so oft immer wieder wiederholt, bis es wahr wird (oder
es schon ist.) Aber nicht immer muß man sich an Auflagen
und Verkaufszahlen von Bestsellerromanen orientieren. Sogar
Lyrik läßt sich verkaufen. Daß man in Deutschland den Kurz-
geschichtenmarkt hat regelrecht wegsterben lassen, war kein
Ruhmesblatt. Oder sollte ich besser sagen: daß die 'Großen'
dieses Marktsegment aufgegeben haben, denn die 'Kleinen'
scheinen sich ja noch zu bemühen.
Post by Christian Weisgerber
Ich meine mich vage an Aussagen zu erinnern, dass der Versuch
Ellison zu veröffentlichen ein unkalkulierbares Risiko darstelle.
Ob er da schlimmer als David Gerrold sein kann?
Post by Christian Weisgerber
Vielleicht teilen die Herausgeber meine (durch _The Terminal
Experiment_ und _Illegal Alien_ geformte) Meinung, dass Sawyer
maßlos überschätzt und lesbar, aber nicht lesenswert ist.
Ich denke, daß die Benfords und Wüstenplanet-Fortsetzungen
und Foundation-Weiterführungsbände schlichtweg keinen Platz
für anderes lassen, schon gar nicht für einen Autoren, der
hier nicht etabliert ist und dessen erstes und einziges Buch
vermutlich nicht sonderlich gut verkauft wurde.

Eigentlich habe ich keine arg schlimmen Erinnerungen an's
Terminal Experiment.


Rudolf
Christian Weisgerber
2003-08-09 23:59:27 UTC
Permalink
Post by Rudolf Thiess
Wieviel original in anderen Sprachen geschriebene SF wird in
Deutschland veröffentlicht?
Sicherlich zu wenig.
Ich würde sagen, "keine" ist eine akzeptable Näherung. Einige Leute
werden jetzt Lem und ein paar Einzelbeispiele aus den letzten 30
Jahren als Gegenargument anführen, was aber nur die Feststellung
untermauert, dass, gemessen am gesamten Veröffentlichungsvolumen,
SF-Übersetzungen aus anderen Sprachen praktisch nicht präsent sind.
Post by Rudolf Thiess
Aber bei aller Trauer um die unbeachtet bleibende SF aus aller
Herren Länder; die Amerikaner, Kanadier, Engländer und Australier
bilden nun mal tatsächlich eine Art Maß aller Dinge im Genre. Und
Deutsche, Franzosen, Italiener, Spanier, Russen, etc. werden weit
weniger aneinander gemessen, als vielmehr eher alle zusammen an den
Englischschreibenden.
Wie soll man jemanden auch an etwas Unbekanntem messen?

Ich würde es übrigens nicht für vermessen halten, die SF-Schaffenden
dieser Welt an Stanisław Lem zu messen - was für die anglophone SF
eine verdammt hohe Latte darstellen würde.
Post by Rudolf Thiess
Ich vermisse die paar italienischen oder französischen
Übersetzungen tatsächlich, die es früher manchmal gegeben
hat. Und da ist es völlig ausgeschlossen, daß ich auf das
Original zurückgreife.
Ich würde ja gerne, und dank im Netz vertretener Versandbuchhand-
lungen ist die Beschaffung eher unproblematisch, aber wo finde ich
Hinweise, was lesenswert ist? Ich möchte doch schon die Gegenstücke
zu Andreas Eschbach lesen, nicht die zu H.D. Klein. fr.rec.arts.sf
habe ich vor Jahren aufgegeben, weil dort eigentlich nur originär
englischsprachige SF diskutiert wurde - etwa wie auch hier.

Praktischerweise läuft auf rec.arts.sf.written gerade ein kleiner
Thread über andersprachige SF, der ein paar Hinweise abgeworfen
hat. Ich habe dieser Tage gerade Laurent Genefort, _Une porte sur
l'éther_, bei FNAC geordert. Mal schauen.

Meine Begegnung mit Italienisch in der Schulzeit war kurz, aber
ermutigend. Ich wäre durchaus bereit, mich daran zu wagen, wenn ich
denn von lohnenswerten Titeln wüsste.

Nach Osten hin sieht es düster aus, aber nach diversen Diskussionen
hier um die Übersetzungsproblematik ist mir die Lust ziemlich
vergangen. Hier liegen noch ein paar deutsche oder englische
Übersetzungen auf dem Stapel, darunter einiges von Lem, aber ich
verspüre zur Zeit kein Verlangen, sie in die Hand zu nehmen. Mist,
*eine* slawische Sprache müsste man können.
Post by Rudolf Thiess
Wer international gelesen werden will, muß im
eigenen Land in die Bestsellerlisten kommen, dann das
Glück einer ersten Übersetzung bekommen, und auch
dort weit oben in die Bestsellerlisten eintauchen.
Weder Lem, Ecco oder Süskind haben m.W. in Englischer
Sprache geschrieben. Nicht nur King, Koontz oder Clancy
und Grisham werden weltweit verkauft.
So, und jetzt geh in die nächste Buchhandlung und schau was auf den
Regalen mit Science Fiction und Fantasy liegt. Das sind keine
Bestseller im eigenen Land. Das sind nicht die schriftstellerischen
Kaliber von Lem, Eco oder Süskind.

Glaubst du, dass King international bekannt wäre, wenn er auf (z.B.)
Tschechisch geschrieben hätte?

Außerdem reden wir hier doch eigentlich von Genreautoren. Und der
*einzige* mir bekannte einigermaßen weit übersetzte, nicht englisch-
sprachige SF-Autor - abgesehen von historischen wie Jules Verne und
marginalen wie Pierre Boulle - ist Stanisław Lem.
Post by Rudolf Thiess
Ich meine mich vage an Aussagen zu erinnern, dass der Versuch
Ellison zu veröffentlichen ein unkalkulierbares Risiko darstelle.
Ob er da schlimmer als David Gerrold sein kann?
Ach komm, Gerrold ständig die unvollendete _Chtorr_-Serie vorzuwerfen
ist übertrieben. S.M. Stirling hatte auch zwei weitere Draka-Bände
in Aussicht gestellt; dann hat er sich mit Baen überworfen und
inzwischen keine Lust mehr im Draka-Universum zu schreiben. Weitere
Beispiele sollten sich finden lassen.
Post by Rudolf Thiess
Eigentlich habe ich keine arg schlimmen Erinnerungen an's
Terminal Experiment.
Es hat mich einfach entäuscht. Sawyer nimmt einen Bruchteil der
Ideen von Egans _Permutation City_, arbeitet sie nur ansatzweise
aus, und bekommt dafür einen Nebula.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Rudolf Thiess
2003-08-07 18:08:51 UTC
Permalink
Wie steht es eigentlich mit Jack McDevitt?
Dem geht's hierzulande doch recht gut. Bei Bastei ist
die nächste MCDevitt Veröffentlichung nur noch ein
paar Monate entfernt. Die "Gottesmaschinen" gehen
weiter...

Rudolf
Christian Weisgerber
2003-08-07 15:37:02 UTC
Permalink
Post by Dirk Thierbach
Sag doch mal ein paar "aktuelle Highlights". Dann kann ich naemlich
meine "zu lesen"-Liste um ein paar Titel erweitern, wenn ich sie noch
nicht kenne :-)
Was heißt eigentlich »aktuell«?

Wer am Puls der englischsprachigen Veröffentlichungen sein will,
muss wohl Hardcover bei Erscheinen lesen. Ich bin mit meiner Selbst-
beschränkung auf Taschenbücher schon zwangsläufig ein bis zwei Jahre
im Verzug. Dazu dauert es oft eine Weile, bis ich auf einen Autor
aufmerksam werde, und noch länger, bis ich auch dazu komme, die
Bücher zu lesen. Insgesamt dauert es gern fünf bis zehn Jahre, bis
ein »aktueller« Autor zu mir durchsickert. Nicht mehr wirklich
aktuell dann, fürchte ich.

So lese ich derzeit gerade Linda Nagata, _Deception Well_ (1997),
der dritte der ersten vier Romane der Autorin, die natürlich alle
längst nicht mehr im Handel erhältlich sind (immerhin aber noch
direkt von ihr). Nagata sind auch noch keine deutschen Übersetzungen
widerfahren. Allerdings sehe ich gerade unter ihrer Homepage, dass
ihr fünfter Roman, _Limit of Vision_, bei Bastei-Lübbe erscheinen
soll.

Ich treffe in den Buchläden aber durchaus deutsche Übersetzungen
von Ken MacLeod, Peter F. Hamilton, Neal Asher, Alastair Reynolds
an, bevor ich dazu komme, die Originale zu lesen.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
Dirk Thierbach
2003-08-07 19:16:36 UTC
Permalink
Post by Christian Weisgerber
Post by Dirk Thierbach
Sag doch mal ein paar "aktuelle Highlights". Dann kann ich naemlich
meine "zu lesen"-Liste um ein paar Titel erweitern, wenn ich sie noch
nicht kenne :-)
Was heißt eigentlich »aktuell«?
Dass sie neu genug sind, damit ich sie noch nicht kenne. (Ja, das
ist sehr subjektiv :-)
Post by Christian Weisgerber
Insgesamt dauert es gern fünf bis zehn Jahre, bis ein »aktueller«
Autor zu mir durchsickert. Nicht mehr wirklich aktuell dann, fürchte
ich.
Sieht bei mir teilweise bestimmt aehnlich aus.
Post by Christian Weisgerber
So lese ich derzeit gerade Linda Nagata, _Deception Well_ (1997),
Ich habe vor einiger Zeit (IIRC weil Du es hier erwaehnt hattest)
mal in ein Buch von Linda Nagata reingeschaut, war aber nicht so
richtig ueberzeugt.

- Dirk
Christian Pree
2003-08-07 23:03:35 UTC
Permalink
Post by Christian Weisgerber
So lese ich derzeit gerade Linda Nagata, _Deception Well_ (1997),
der dritte der ersten vier Romane der Autorin, die natürlich alle
längst nicht mehr im Handel erhältlich sind (immerhin aber noch
direkt von ihr). Nagata sind auch noch keine deutschen Übersetzungen
widerfahren. Allerdings sehe ich gerade unter ihrer Homepage, dass
ihr fünfter Roman, _Limit of Vision_, bei Bastei-Lübbe erscheinen
soll.
Ist bereits erschienen.

Linda Nagata
Goetterfunke (2003) (SF) (D)
Deutsche Erstausgabe
Limit of Vision (2001) (US)
Uebersetzer: Dietmar Schmidt
Bastei-Luebbe SF Special, 24312: 1. Aufl.
527 S., ISBN: 3-404-24312-9
Preis: 7,90 EU
Titelbild: Steve Youll


Christian
--
Archiv von alt.culture.austrian: http://www.chpr.at/aca.html
Bibliographie deutschspr. SF: http://www.chpr.at/sfstory.html
Du weißt, du hast es geschafft, wenn deine Floskeln weltweit benutzt
werden. Dieter Brügmann in de.talk.bizarre, 08.01.99
Christian Schröder
2003-08-06 13:33:04 UTC
Permalink
Christian Pree gab kund:

He, ein paar kenne ich nicht,
noch zum Lesen übrig...
Post by Christian Pree
Ja, schon. Aber dann bitte
William Tenn
Theodore Sturgeon
Eric Frank Russell
Lyon Sprague de Camp
James P. Hogan
Robert L. Forward
Philip Jose Farmer
John Brunner
Brian W. Aldiss
Poul Anderson
Rudy Rucker
Robert Sheckley
Clifford D. Simak
Alfred Bester
und nicht unbedingt Scheer.
Was ist mit Philip K. Dick?

Vergessen, oder taugt nix?
Post by Christian Pree
Christian
Dito
Rudolf Thiess
2003-08-06 14:00:01 UTC
Permalink
Post by Christian Schröder
Was ist mit Philip K. Dick?
Vergessen, oder taugt nix?
Im Gegensatz zu den meisten der in der angesprochenen Liste
genannten Autoren darf Dick sich nicht zuletzt wegen einiger
Verfilmungen doch ueber einige aktuelle Veroeffentlichungen
freuen. (Falls er sich an einem Ort befindet, der "freuen"
zulaesst...)

(Trotzdem, nachdem mir ausgerechnet drei "Dicks" in meiner
Sammlung noch fehlen... )

Rudolf
Christian Pree
2003-08-06 22:38:07 UTC
Permalink
Post by Christian Schröder
Post by Christian Pree
und nicht unbedingt Scheer.
Was ist mit Philip K. Dick?
Vergessen, oder taugt nix?
Da gab es in letzter Zeit doch einiges an Ausgaben. Von Haffmans bis
Heyne.


Christian
--
Archiv von alt.culture.austrian: http://www.chpr.at/aca.html
Bibliographie deutschspr. SF: http://www.chpr.at/sfstory.html
Du weißt, du hast es geschafft, wenn deine Floskeln weltweit benutzt
werden. Dieter Brügmann in de.talk.bizarre, 08.01.99
Christian Pree
2003-08-06 22:38:03 UTC
Permalink
Die ehrwuerdigen Altmeister da oben habe ich doch ziemlich
komplett laengst im Regal stehen.
Nicht nur Du.
OK, laß mich in Ehrfurcht erblassen und sagt wieviel Regalmeter
es sind.
Die Liste findest Du auf http://www.chpr.at/sfstory.html
Es sind ca. 140 Regalmeter (10 Reihen übereinander), aber es ist nicht
alles in Regalen.

Die Romanhefte sind in Kartons, ebenso Doubletten und jede Menge
ungelesenes, das ich sicher noch Jahre nicht lesen werde - wenn
überhaupt (etwa alte Leihbücher von bestenfalls drittklassigen Autoren).


Christian
--
Archiv von alt.culture.austrian: http://www.chpr.at/aca.html
Bibliographie deutschspr. SF: http://www.chpr.at/sfstory.html
Du weißt, du hast es geschafft, wenn deine Floskeln weltweit benutzt
werden. Dieter Brügmann in de.talk.bizarre, 08.01.99
Michael Kirchner
2003-08-07 00:31:02 UTC
Permalink
Hi Christian,
Post by Christian Pree
OK, laß mich in Ehrfurcht erblassen und sagt wieviel
Regalmeter es sind.
Die Liste findest Du auf http://www.chpr.at/sfstory.html
Ich bin _ordentlich_ beeindruckt. Vermutlich hast Du nicht
erst letztes Wochenende angefangen zu sammeln. Und dann noch
all die Arbeit, die Information in einen Katalog einzutippen.
Post by Christian Pree
Es sind ca. 140 Regalmeter (10 Reihen übereinander), aber
es ist nicht alles in Regalen.
Die Romanhefte sind in Kartons,
Dabei fällt mir eine ganz praktische Frage ein: woher bekommt
man Kartons, in die die übliche TB-Größe gut hineinpaßt?
Etwas, was sich am besten auch stapeln läßt.
Post by Christian Pree
ebenso Doubletten und jede
Menge ungelesenes, das ich sicher noch Jahre nicht lesen
werde - wenn überhaupt (etwa alte Leihbücher von
bestenfalls drittklassigen Autoren).
Jep, zumal ja, wie bereits in diesem Thread gesagt, auch neue,
interessante Autoren dazukommen.

Gruß,
--
Michael Thomas Kirchner
Michael Muetterlein
2003-08-07 23:18:42 UTC
Permalink
Moin!
Post by Michael Kirchner
Dabei fällt mir eine ganz praktische Frage ein: woher bekommt
man Kartons, in die die übliche TB-Größe gut hineinpaßt?
Etwas, was sich am besten auch stapeln läßt.
Nimm Obstkartons. Entweder "Bananenkisten" oder die flacheren
Kartonsteigen. Findet man in der Regel bei Supermärkten, Obsthändlern
usw.

MfG
Michael
Christian Pree
2003-08-06 22:38:05 UTC
Permalink
OK, laß mich in Ehrfurcht erblassen und sagt wieviel Regalmeter
es sind.
[ ] Das willst Du gar nicht wirklich wissen.
[ ] Dir gehoert ein Schloss mit Stallungen, die sich fuer
den Einbau von Buchregalen adaptieren lassen.
Das Museumsquartier in Wien wäre ganz praktisch.
[ ] Du quartierst Kind und Kegel aus, um Platz zu haben.
[ ] Die brandheissen, topaktuellen Neuerwerbungen werden
zum Kuehlen im Eiskasten verwahrt, weil in der Badewanne
grad die Fehlkaeufe ertraenkt werden.
[ ] Du hast - neben den "irgendwann lesen"-Stapeln einen "Lesen", einen
"Dringend Lesen" und einen "Sofort Lesen"-Stapel, und der einzige,
den Du halbwegs abarbeitest, ist der "Sofort Lesen"-Stapel.
Im Vergleich zu Christian bin ich vermutlich nur ein "minder"-
suechtiger Sammler, aber etwa 5000 Genrebuecher belegen ungefaehr
sieben Meter Wandflaeche. 7-8 Regalreihen vom Boden bis zur Decke.
Alles doppelreihig eingeordnet. Uebern Daumen gepeilt also knapp
100 Laufmeter.
Doppelreihig? Aber nicht doch.
Vielleicht hilft hier ein Spendenaufruf, damit ich mir endlich
einen guten Therapeuten leisten kann... ;-)
Vielleicht ist ja SF bereits die Therapie. ;-)


Christian
--
Archiv von alt.culture.austrian: http://www.chpr.at/aca.html
Bibliographie deutschspr. SF: http://www.chpr.at/sfstory.html
Du weißt, du hast es geschafft, wenn deine Floskeln weltweit benutzt
werden. Dieter Brügmann in de.talk.bizarre, 08.01.99
Michael Kirchner
2003-08-07 00:31:03 UTC
Permalink
Hi Rudolf,
[ ] Das willst Du gar nicht wirklich wissen.
[ ] Dir gehoert ein Schloss mit Stallungen, die sich fuer
den Einbau von Buchregalen adaptieren lassen.
[ ] Du quartierst Kind und Kegel aus, um Platz zu haben.
[ ] Die brandheissen, topaktuellen Neuerwerbungen werden
zum Kuehlen im Eiskasten verwahrt, weil in der
Badewanne grad die Fehlkaeufe ertraenkt werden.
Du willst andeuten, es könnte Nachteile geben, wann man
erfolgreich Bücher sammelt?
Im Vergleich zu Christian bin ich vermutlich nur ein
"minder"- suechtiger Sammler,
Schön, wenn man noch mit dem Finger auf andere zeigen kann.
Irgentwie schauen die Leute doch recht merkwürdig. Selbst,
wenn man solche Euphemismen wie "Liebhaber phantastischer
Literatur" verwendet. Da kann ein eingestreutes "relativ
kleine Sammlung" vermutlich Wunder wirken.
aber etwa 5000 Genrebuecher
belegen ungefaehr sieben Meter Wandflaeche. 7-8 Regalreihen
vom Boden bis zur Decke. Alles doppelreihig eingeordnet.
Uebern Daumen gepeilt also knapp 100 Laufmeter.
Das ist wirklich umfangreich. Kein Wunder, daß Du in einem
Schloß leben mußt.
Vielleicht hilft hier ein Spendenaufruf, damit ich mir
endlich einen guten Therapeuten leisten kann... ;-)
:-)

Mal ernsthaft: Du bist doch vermutlich nicht losgezogen und
hast gekauft, was zu kriegen war, oder? Sondern jeweils immer
zum Lesen oder was zumindest ansatzweise so interessant ist,
daß Du es später mal lesen kannst?

Gruß,
--
Michael Thomas Kirchner
Christian Pree
2003-08-02 23:30:02 UTC
Permalink
So einfach kann das Leben sein. Vielen Dank für die Tips. Ich wußte gar
nicht, daß es so viele Spezialverlage gibt. In meiner
Vorzugsbuchhandlung bin mit meinen Wünschen lediglich auf Unverständnis
gestoßen. Motto: was will der, Sci-Fi Schundheftchen asu den 60'igern?
Dann solltest Du die Buchhandlung wechseln.


Christian
--
Archiv von alt.culture.austrian: http://www.chpr.at/aca.html
Bibliographie deutschspr. SF: http://www.chpr.at/sfstory.html
Du weißt, du hast es geschafft, wenn deine Floskeln weltweit benutzt
werden. Dieter Brügmann in de.talk.bizarre, 08.01.99
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